Warnungen vor Geflügelpest-Ausbruch in Brandenburg

Warnungen vor Geflügelpest-Ausbruch in Brandenburg

Nach den Geflügelpest-Fällen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bayern gibt es in Brandenburg immer mehr Warnungen vor möglichen Ausbrüchen. «Aufgrund des aktuellen Seuchengeschehens in Deutschland ist in unserem Landkreis zu jedem Zeitpunkt ein Ausbruch der Vogelgrippe möglich», teilte der Landrat des Kreises Spree-Neiße, Harald Altekrüger, am Freitag mit. Er rief dazu auf, die vorgeschriebenen Maßnahmen zu überprüfen und einzuhalten.

Vier Wochen alte Bruderhähne sitzen sind in einem Stall

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Vier Wochen alte Bruderhähne sitzen sind im Stall eines Bio-Betriebs.

Zuvor hatte das Verbraucherschutzministerium zur Vorsicht aufgerufen. «Wir beobachten das Seuchengeschehen sehr aufmerksam. Das Geflügelpest-Monitoring bei Hausgeflügel und Wildvögeln wird fortgeführt», erklärte Ministerin Ursula Nonnemacher. Um eine Einschleppung des hochansteckenden Erregers zu verhindern, forderte sie alle Geflügelhalter dazu auf, die Vorschriften zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern.
Geflügelhalter finden auf der Webseite des Ministeriums ein Merkblatt mit den Sicherheitsmaßnahmen, darunter die Meldepflicht des eigenen Geflügels, das Händewaschen und -desinfizieren vor Betreten und nach Verlassen des Stalls sowie die strikte Trennung von Straßen- und Stallkleidung. Das Ministerium rief alle Menschen dazu auf, sich an das Veterinäramt zu wenden, wenn sie einen toten Wildvogel entdecken.
Im vergangenen Herbst und Winter gab es nach Angaben des Ministeriums eines der schwersten Infektionsgeschehen bei der Geflügelpest. Elf Ausbrüche seien verzeichnet worden, rund 159 000 Tiere hätten getötet werden müssen.
Die Geflügelpest ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln vorkommt. Die Seuche grassiert insbesondere im Winterhalbjahr und steht somit im engen Zusammenhang mit dem Vogelzug. Der Erreger gilt für Menschen als ungefährlich. Seit Mitte Oktober breitet sich die Geflügelpest bundesweit aus.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 29. Oktober 2021 13:11 Uhr

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