Aufruf zur Grippeimpfung: Impfstoff laut Verband verfügbar

Aufruf zur Grippeimpfung: Impfstoff laut Verband verfügbar

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin (KV) hat insbesondere Risikogruppen zur Grippeschutzimpfung aufgerufen. Man wünsche sich eine hohe Impfbereitschaft wie im Corona-Jahr 2020, teilte der KV-Vorstand am Mittwoch mit. Vorige Saison hätten sich rund 791.400 Patientinnen und Patienten in Berliner Praxen gegen Influenza impfen lassen, das seien 39 Prozent mehr gewesen als 2019. «Impfungen senken das Risiko schwerer Erkrankungen oder tödlicher Verläufe», hieß es.

Impfung

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Ein Mann wird geimpft.

Arztpraxen können sich laut dem Hausärzteverband Berlin und Brandenburg in diesem Herbst bislang ausreichend mit Impfstoffen gegen Grippe eindecken. Bisher gebe es für einen Mangel keine Anzeichen, sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Kreischer auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Er sei zuversichtlich, dass die Mengen ausreichten, insbesondere für die Risikogruppen.
In Nordrhein-Westfalen hatte vorige Woche ein Hausärzteverband beklagt, dass es Lieferengpässe gebe. Anfang Oktober hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zugesichert, dass die Impfstoffe wegen früheren Bestellungen und einer früheren Behördenfreigabe in diesem Jahr auch früh verfügbar seien.
Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts sind bis 17. Oktober rund 28,9 Millionen Impfstoffdosen freigegeben worden. Angestrebt wird laut Spahn, bei der Zahl der Impfungen mindestens eine Größenordnung wie in der Vorsaison zu erreichen, als 22 Millionen verzeichnet wurden. Das war bereits deutlich mehr als in den Jahren zuvor üblich.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung gegen Influenza unter anderem für Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke, Schwangere und für bestimmte Berufsgruppen. In der vergangenen Saison 2020/21 war die Grippewelle infolge der Corona-Beschränkungen quasi ausgefallen - nicht nur in Deutschland.
Entgegen mancher Befürchtungen rechne er nicht mit einer schlimmen Grippewelle, sagte Kreischer und begründete dies mit dem immer noch verbreiteten Tragen von Masken, dem Einhalten von Abstand und dem Verzicht auf den Handschlag. Zunehmend machen Patientinnen und Patienten nach Kreischers Angaben auch von der Möglichkeit Gebrauch, sich bei einem Termin gegen Corona und Grippe immunisieren zu lassen.
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Menschen ab 60 Jahren hätten Anspruch auf einen besonderen Hochdosis-Impfstoff, hob die KV als «Besonderheit in diesem Jahr» hervor. In der Regel wird das Immunsystem mit dem Alter schwächer.
Spahn, der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler und Stiko-Chef Thomas Mertens hatten vor einer möglichen Doppelbelastung des Gesundheitssystems durch Influenza und Corona in diesem Herbst und Winter gewarnt. Mertens sagte, bislang ließen sich hierzulande auch gemessen an internationalen Empfehlungen zu wenige Menschen gegen Grippe impfen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. Oktober 2021 11:47 Uhr

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