Corona-Folgen: Schüler haben größeren Unterstützungsbedarf

Corona-Folgen: Schüler haben größeren Unterstützungsbedarf

Nach dem monatelangen Lockdown mit Distanzunterricht im vergangenen Schuljahr haben die Schülerinnen und Schüler in Brandenburg einen größeren Unterstützungsbedarf zum Erreichen der Lernziele als im Vorjahr. Dies sei das Ergebnis der Lernstandserhebungen zu Beginn des neuen Schuljahrs, teilte das Bildungsministerium am Freitag mit.

Ein leeres Klassenzimmer

© dpa

Ein leeres Klassenzimmer.

So haben den Angaben zufolge 112 Grundschulen (27,9 Prozent) Risiken für das Erreichen der Bildungsziele in mehr als einem Unterrichtsfach angezeigt. Im Vorjahr waren es nur 46 (11,5 Prozent). Bei den weiterführenden Schulen zeige sich der größte Unterstützungsbedarf im Fach Mathematik, aber auch in den Fächern Deutsch und Englisch, hieß es in der Mitteilung.
In der gymnasialen Oberstufe sei im Vergleich zum Vorjahr insgesamt aber weniger Unterstützungsbedarf angemeldet worden, berichtete das Ministerium. «Das lässt vermuten, dass die Schülerinnen und Schüler dieser Schulform den Distanzunterricht gut absolviert haben und ihre zu erwartende Selbstständigkeit dazu führt, dass die Lernrückstände gut behoben werden können.»
Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) verwies darauf, dass mit dem Aktionsprogramm «Aufholen nach Corona» 200 zusätzliche Stellen für die Schulen bereit stünden. «Mit diesen Stellen soll sehr gezielt fachliche Unterstützung gewährt werden», sagte die Ministerin. «Damit erhalten betroffene Schulen größeren Spielraum, mit zusätzlichen Angeboten Lernstoff aufzuarbeiten und Schülerinnen und Schüler beim Aufholen zu unterstützen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 15. Oktober 2021 16:13 Uhr

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