Weinlese auf dem Königlichen Weinberg in Potsdam gestartet

Weinlese auf dem Königlichen Weinberg in Potsdam gestartet

Dicke blaue Trauben schmücken derzeit den Königlichen Weinberg im Potsdamer Park Sanssouci: Die Weinlese ist dort am Donnerstag offiziell gestartet - etwas später als in den vergangenen beiden Jahren. Projektkoordinator Andreas Kramp geht von einer durchwachsenen Ernte aus.

Weinlese

© dpa

Frisch gelesene Weintrauben liegen in einem Eimer.

Bei der Rebsorte Phoenix gebe es in dieser Saison durch Fäulnis sowie Wespen- und Vogelfraß einen Komplettausfall. Bei den weißen Trauben, etwa beim Cabernet Blanc, sehe es dagegen gut aus. Kramp rechnet mit einem Ertrag zwischen 1,5 und 2 Tonnen - allerdings sei der Zuckergehalt eher mittelmäßig. «Wir werden in diesem Jahr keinen Jahrhundertwein produzieren.» Im vergangenen Jahr konnten ihm zufolge mehr als 1,5 Tonnen Wein gelesen werden.
Die Trauben vom Königlichen Weinberg werden zu einem Cabernet Sauvignon verarbeitet, der wiederum im Jahr 2022 beim Weinfest oder im Online-Shop verkauft werden soll. Gekeltert wird das Lesegut in Werder beim Weinbau Lindicke.
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Der Weinberg, den Friedrich II. 1769 anlegen ließ, verfiel nach dem Ende der Monarchie zusehends. Die im Jahr 2006 geschlossene Partnerschaft zwischen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, dem Besitzer und dem Förderverein Mosaik-Berlin GmbH brachte dann eine Perspektive.
2010 wurden die ersten Reben gesetzt. Mittlerweile wachsen 3000 Reben auf dem Weinberg, wie Kramp berichtete. Zudem wird der Berg durch private Spender unterhalten und ist seit 1990 den Angaben zufolge Teil des Potsdamer Weltkulturerbes.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 23. September 2021 17:27 Uhr

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