45 Tafeln erinnern in Brandenburg an «Heldinnen»

45 Tafeln erinnern in Brandenburg an «Heldinnen»

Mittlerweile 45 Tafeln erinnern in Brandenburg an das Leben und die Schicksale bekannter und weniger bekannter Frauen, deren Wirken eng mit dem Land verbunden ist. Sie hätten häufig Heldinnenmut bewiesen, gegen die Umstände ihrer Zeit und speziell für die Belange von Frauen gekämpft - oder für die ganze Gesellschaft, sagte Frauenministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Samstag auf Schloss Reckahn (Landkreis Potsdam-Mittelmark) anlässlich der Festveranstaltung zum zehnjährigen Jubiläum des Projektes Frauenorte in Brandenburg.

«Noch immer sind Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen unterrepräsentiert, Gleichstellung ist noch längst nicht erreicht», sagte die Ministerin.
Die Tafeln erinnern unter anderem an die frühere Sozialministerin Regine Hildebrandt (1941-2001), die Schriftstellerin Eva Strittmatter (1930-2011) und an die Glashüttenbesitzerin Johanna Louise Pirl (1733-1810) sowie die Hebamme Justine Siegemundin (1636-1704), die bei fast 6000 schwierigen Geburten half und das erste Lehrbuch für Hebammen verfasste.
Das Projekt wurde durch den Frauenpolitischen Rat des Landes ins Leben gerufen. Damit soll an das Leben der Frauen, ihre Leistungen und Errungenschaften erinnert werden. Außerdem soll das Bewusstsein für mehr Geschlechtergerechtigkeit geschärft werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 11. September 2021 17:25 Uhr

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