Arbeitsgruppe für Wechsel des CTK zu Uni-Klinikum einberufen

Arbeitsgruppe für Wechsel des CTK zu Uni-Klinikum einberufen

Zum Aufbau einer Medizinerausbildung in Cottbus soll das Carl-Thiem-Klinikum (CTK) zum Universitätsklinikum in Landesträgerschaft ausgebaut werden - eine Arbeitsgruppe soll den Trägerwechsel vorbereiten. Das kündigte die Brandenburger Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) am Montag in einer Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung in Cottbus an. Dass die Steuerung eines Uniklinikums vollständig beim Land liege, habe sich auch in anderen Bundesländern bewährt, erklärte die Ministerin. In der Arbeitsgruppe sollen neben Klinikum-Vertretern und der Stadt auch verschiedene Landesministerien mitarbeiten.

Carl-Thiem-Klinikum

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Das Carl-Thiem-Klinikum (CTK) Cottbus.

Eine Expertenkommission unter Leitung des ehemaligen Chefs der Berliner Charité, Professor Karl Max Einhäupl, hatte empfohlen, das CTK zum Uniklinikum sowie zu einem «Digitalen Leitkrankenhaus» auszubauen. Bis zur Fertigstellung des gesamten Baus im Jahr 2035 gehen die Experten von insgesamt rund 1600 Beschäftigten aus. Für sie kann der Trägerwechsel Schüle zufolge den Übergang aus dem jetzigen Tarifvertrag in den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) bedeuten. Dies zu prüfen und Mechanismen für den Übergang zu schaffen, werde ebenfalls Aufgabe der Arbeitsgruppe sein.
Für die Medizinerausbildung soll an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) eine Fakultät gegründet werden. Ab dem Wintersemester 2026/27 sollen sich erste Medizin-Studierende einschreiben können. Etwa sechs Jahre später könnten dann erste ausgebildete Ärztinnen und Ärzte die Uni verlassen.
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Nach den Empfehlungen soll für die gesamten Pläne ein Innovationszentrum Universitätsmedizin Cottbus (IUC) geschaffen werden - das «größte und anspruchsvollste Projekt der Landesregierung», wie Schüle betonte. Es besteht demnach aus der Universitätsmedizin Cottbus sowie einem digital unterstützten Netzwerk von Akteuren der Gesundheitsversorgung der Region. Mit seinen geplanten Schwerpunkten Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung des Gesundheitswesens sei das IUC ideal dafür geeignet, Versorgungsmodelle zu entwickeln und unter wissenschaftlicher Begleitung in der Modellregion Gesundheit Lausitz zu erproben. Daraus könnten Modelle entwickelt werden, die auch auf andere Regionen in Deutschland übertragen werden könnten, so Schüle.
Bei Umsetzung der Empfehlungen sieht die Expertenkommission einen geschätzten Finanzbedarf von etwa 1,9 Milliarden Euro bis 2038. Das Konzept soll bis Ende 2022 konkretisiert werden. Anschließend wird es dem Wissenschaftsrat vorgelegt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 6. September 2021 18:43 Uhr

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