Sichtbar und sicher sein: CSD in Cottbus und Frankfurt(Oder)

Sichtbar und sicher sein: CSD in Cottbus und Frankfurt(Oder)

Anlässlich des Christopher Street Days (CSD) an diesem Wochenende hat Brandenburgs Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) zu Akzeptanz und Vielfalt aufgerufen. Die CSD-Veranstaltungen laufen in diesem Jahr unter den Themen Sichtbarkeit und Sicherheit von queeren Menschen. Nonnemacher wies darauf hin, dass sich laut der polizeilichen Kriminalstatistik im vergangenen Jahr die Straftaten mit homophobem oder transfeindlichem Hintergrund im Vergleich zum Vorjahr in Brandenburg verdoppelt hätten. Diese Tendenz sei nicht zu akzeptieren, so die Ministerin.

Sie warb dafür, dass Übergriffe und Hasskriminalität aufgrund der sexuellen Orientierung oder des Geschlechts zur Anzeige gebracht werden, um öffentlich auf die Diskriminierung von LSBTIQ-Menschen aufmerksam zu machen und Maßnahmen gegen Straftaten zu ergreifen. LGBTIQ steht für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans, Inter und Queer.
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Mit Veranstaltungen unter anderem in Cottbus und Frankfurt (Oder) anlässlich des Christopher Street Days wird am Wochenende für die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt gekämpft. So zieht die jährliche CSD-Parade am Samstag durch Cottbus, am Sonntag findet das deutsch-polnische queere Kulturfestival Frankfurt Słubice «Pride» in Frankfurt (Oder) statt. Dort wollen die Veranstaltenden des CSD auch ein Signal nach Polen senden, weil Hasskriminalität und Homophobie kein Landesphänomen sei.
Das Europaparlament hatte im März dieses Jahres die Europäische Union zum Freiheitsraum für LGBTIQ-Personen erklärt. Die Erklärung konnte als Reaktion auf Resolutionen gegen eine «LGBT-Ideologie» in etwa 100 polnischen Gemeinden gewertet werden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte auf Twitter geschrieben: «Du selbst zu sein, ist keine Ideologie. Es ist deine Identität. Das kann niemand je wegnehmen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. September 2021 17:27 Uhr

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