Kein Ende im Prozess um Geldforderung gegen Diestel in Sicht

Kein Ende im Prozess um Geldforderung gegen Diestel in Sicht

Im Zivilprozess um Geldforderungen gegen den letzten DDR-Innenminister und Anwalt Peter-Michael Diestel ist weiter kein Ende in Sicht. Das Landgericht Neubrandenburg hat am Mittwoch einen ehemaligen Geschäftspartner Diestels als Zeugen angehört und die Verhandlung danach auf 29. September vertagt. Dann will das Gericht entscheiden, wie es genau weitergeht. 

Justitia

© dpa

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen.

Der Kläger und Anwalt Mario Genth aus Werder bei Potsdam fordert als ehemaliger Kanzleipartner Diestels noch 280.000 Euro von diesem. Genth hatte nach eigenen Angaben 37,5 Prozent der Gesellschafteranteile der gemeinsamen Kanzlei Ende 2015 in Potsdam übernommen, nach seinem Ausscheiden im Streit von Diestel aber kein Geld dafür gesehen. Der Zeuge bestätigte Genths Angaben am Mittwoch.
Diestel hatte die Kanzlei in Potsdam 2017 aufgelöst und arbeitet seither von Zislow (Mecklenburgische Seenplatte) aus. Der 69-Jährige Jurist war in der letzten DDR-Regierung von April bis Oktober 1990 Innenminister.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 11. August 2021 16:48 Uhr

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