Schadenersatz für Glyphosat-Honig?: Prozess geht weiter

Schadenersatz für Glyphosat-Honig?: Prozess geht weiter

Vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) wird heute (9.30 Uhr) weiter über die Klage eines Imkers gegen ein Agrar-Unternehmen verhandelt. Grund ist der Einsatz des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat, das zur Unkrautbekämpfung eingesetzt wird. Der Imker fordert in dem Prozess Schadenersatz für verunreinigten Honig.

Justitia

© dpa

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts.

Er hatte im Frühjahr 2019 seine Bienenkästen neben einer vom Agrarunternehmen bewirtschafteten Fläche aufgestellt. Ende April 2019 behandelte das Unternehmen die Fläche mit glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln. Den glyphosatbelasteten Nektar beziehungsweise die belasteten Pollen trugen die Bienen in den Bienenstock. Wachs und Honig mussten vernichtet werden. Der Imker verlangt nun Schadenersatz. Ob am Dienstag ein Urteil gesprochen wird, war nach Angaben des Gerichts noch unklar.
Der Imker wird im Prozess von der Aurelia Stiftung unterstützt. Sie setzt sich nach eigenen Angaben für den Naturschutz, insbesondere für die Bienen und eine bienenfreundliche Landwirtschaft ein. Falls das Gericht zugunsten des Imkers entscheide, hätte das Urteil eine wichtige Signalwirkung, hieß es von der Stiftung. Denn Imkereien hätten in solchen Fällen keinen Rechtsschutz und müssten die Kosten für die fremdverursachten Schäden selber tragen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 10. August 2021 05:31 Uhr

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