Arbeitsagentur: Berliner in die Lehre nach Brandenburg

Arbeitsagentur: Berliner in die Lehre nach Brandenburg

Angesichts knapper Ausbildungsplätze in Berlin sollen sich Jugendliche aus der Hauptstadt stärker in Brandenburg nach Lehrstellen umsehen. Dazu rufen die Arbeitsagentur und Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg auf. «Der Traumjob liegt nicht unbedingt um die Ecke im eigenen Kiez», sagte die regionale Agenturchefin Ramona Schröder. Hier müssten Jugendliche flexibler werden. Notwendig sei aber auch, dass Unternehmen und andere Arbeitgeber mehr Ausbildungsplätze schaffen.

Gut 7600 Berliner Bewerberinnen und Bewerber konnten mit Hilfe der Agentur bislang keine Lehrstelle finden. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer sind aber noch 5600 Ausbildungsplätze nicht besetzt. Beratung und Vermittlung der Suchenden müssten intensiviert werden, forderte die Kammer. Sie kritisierte, dass Bewerberinnen und Bewerber häufig nicht ausreichend qualifiziert die Schulen verließen und Unternehmen Nachhilfe geben müssten.
«Wir können uns keine perfekten Bewerber backen», sagte Schröder. Auch Schwächere müssten eine Chance bekommen. Die Unternehmensverbände empfahlen Jugendlichen, auch bis Ferienende aktiv zu bleiben und sich bei der Jugendberufsagentur beraten zu lassen. Arbeitgeber sollten auch nach Beginn des Ausbildungsjahrs weiter Auszubildende suchen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 29. Juli 2021 12:48 Uhr

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