Brandenburger Kabinett berät über Corona-Kurs in der Schule

Brandenburger Kabinett berät über Corona-Kurs in der Schule

Rund drei Wochen vor dem ersten Schultag nach den Sommerferien will das Brandenburger Kabinett am kommenden Dienstag über den Kurs in der Corona-Pandemie vor allem für Schulen beraten. Dabei geht es auch um die Frage einer Maskenpflicht an Grundschulen, wo Schülerinnen und Schüler zuletzt keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen mussten. Bisher ist nach Angaben aus Regierungskreisen nicht absehbar, dass es darüber hinaus zu neuen Beschränkungen kommen könnte. Formelle Beschlüsse werden für Dienstag nicht erwartet. Das Kabinett hatte die bestehenden Corona-Regeln am 9. Juli bis zum Monatsende verlängert. Damit gilt zum Beispiel weiter eine Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Bussen und Bahnen.

FFP2-Maske

© dpa

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch.

In Brandenburg haben 4 der 18 Kreise und Städte eine Sieben-Tage-Inzidenz neuer Corona-Infektionen über 10. Die Stadt Cottbus kam mit einer Zahl neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche von 11 hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Frankfurt (Oder) hat mit 17,3 weiter den höchsten Wert, gefolgt vom Havelland mit 14,7 und dem Kreis Oberhavel mit 10,3. Der Kreis Oberspreewald-Lausitz hat keine Null-Inzidenz mehr, sie liegt bei knapp 1. Für Brandenburg stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 6,0 am Samstag nach 5,4 am Freitag.
Die Gesundheitsämter meldeten innerhalb eines Tages 24 neue Fälle, 5 wurden allerdings im Kreis Oberhavel wegen Doppelzählung wieder abgezogen. Vor einer Woche waren landesweit 14 neue Infektionen hinzugekommen, die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 3,0. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage lang über dem Wert von 20 bleibt, gilt dort ab dem folgenden Tag wieder eine Testpflicht etwa in Gaststätten drinnen oder bei touristischen Übernachtungen.
Während in den kleineren Ländern Bremen und dem Saarland bereits die Hälfte der Bevölkerung komplett gegen das Coronavirus geimpft ist, liegt Brandenburg mit einem Anteil von 42,6 Prozent weiter auf dem letzten Platz. Eine erste Impfung haben 54,7 Prozent der Brandenburgerinnen und Brandenburger - damit ist das Land im Vergleich auf dem drittletzten Rang vor Thüringen und Sachsen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 17. Juli 2021 16:55 Uhr

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