Fast alle Grundschüler gehen wieder jeden Tag zur Schule

Fast alle Grundschüler gehen wieder jeden Tag zur Schule

Nahezu in ganz Brandenburg beginnt an diesem Montag wieder der Normalbetrieb der Grundschulen. Die einzige Ausnahme bildet die Stadt Brandenburg/Havel, wo die Corona-Inzidenz zwar am Sonntag ebenfalls unter den wichtigen Schwellenwert von 50 fiel, aber noch offen ist, wie stabil der Trend ist. In den übrigen Städten und Landkreisen lag die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche in den vergangen Tagen stabil unter 50.

Corona und Schulen

© dpa

Eine Atemschutzmaske liegt neben einem Federmäppchen.

Deshalb wird es ab Montag voll an den Grundschulen. Ab 7. Juni ist dann auch Normalbetrieb in den weiterführenden Schulen geplant, wie die Städte und Kreise mitteilten. Schon ab Dienstag sollen die Kitas wieder in den uneingeschränkten Regelbetrieb gehen.
Als letzter Landkreis kündigte am Samstag Elbe-Elster an, dass der Normalbetrieb an den Grundschulen am Montag wieder aufgenommen werde. Auch der Hortbetrieb werde wieder möglich. Dann ist kein Anspruch auf Notbetreuung mehr möglich, um Kinder in den Hort zu bringen.
Beim Wechselunterricht bleibt es unterdessen für Kinder und Jugendliche aus dem Berliner Umland, die in der Bundeshauptstadt zur Schule gehen. Berlin will vor den Sommerferien, die in beiden Ländern am 24. Juni beginnen, nicht mehr zum Normalbetrieb zurückkehren.
Wie vor Ausbruch der Corona-Seuche wird die Situation für die Kinder und Jugendlichen aber auch in Brandenburg nicht sein. Denn es handelt sich um einen Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Das heißt, dass die Test- und Maskenpflicht bleibt. Klassenfahrten sind untersagt.
Ziel ist es, den permanenten Präsenzbetrieb bis zu den Sommerferien durchzuhalten. Erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 würde sich das durch die bundesweite sogenannte Corona-Notbremse wieder ändern.
Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit bei 20,0, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Sie ist damit weiter gesunken. Landesweit wurden binnen 24 Stunden 43 neue Corona-Infektionen registriert nach 74 am Samstag. Am Freitag waren es 173 gewesen.
Brandenburg an der Havel, wo die Inzidenz am Samstag noch 51,3 betrug, steht jetzt bei 42,9. Bleibt die kreisfreie Stadt mindestens drei aufeinanderfolgende Tage unter 50, wäre auch hier wieder Normalbetrieb an den Grundschulen möglich. Darüber entscheiden dann die lokalen Behörden.
Unter den Landkreisen wurde für Spree-Neiße mit 32,5 der höchste, für Ostprignitz-Ruppin mit 6,1 der niedrigste Inzidenzwert ermittelt, wie es weiter hieß.
Insgesamt infizierten sich in Brandenburg bislang 108 201 Menschen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Todesfälle beträgt 3727 (+1). Aktuell erkrankt sind geschätzt 2500 Menschen. Als genesen gelten rund 102 000 Personen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 30. Mai 2021 13:04 Uhr

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