Metall-Tarifgespräche bringen auch am Montag kein Ergebnis

Metall-Tarifgespräche bringen auch am Montag kein Ergebnis

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg hat am Montag auch die siebte Verhandlungsrunde kein Ergebnis gebracht. Die Gespräche seien unterbrochen, teilte die Gewerkschaft IG Metall mit. Die Arbeitgeber erklärten dagegen, die Verhandlungen seien abgebrochen worden. Ein neuer Termin wurde demnach nicht vereinbart. Beide Seiten zeigten sich enttäuscht und warfen dem Verhandlungspartner vor, sich nicht ausreichend bewegt zu haben.

Das Logo der IG Metall

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Das Logo der IG Metall.

Der IG-Metall-Vorstand werde am Mittwoch über das weitere Vorgehen beraten, teilte die Gewerkschaft mit. «Jetzt kommt es auf die sächsischen Arbeitgeber an, ob sie bereit sind, mit uns eine Lösung zu finden», sagte Bezirksleiterin Birgit Dietze. In Sachsen stehen am Dienstag die Gespräche an, dort wird separat verhandelt.
In allen drei Ländern geht es für die Gewerkschaft aber vor allem um die Angleichung von Arbeitsbedingungen in Ost und West. Laut IG Metall arbeiten die Beschäftigten in den Ost-Bundesländern für das gleiche Gehalt wöchentlich drei Stunden mehr als ihre Kollegen im Westen. Berechnet auf den Stundensatz liege der Gehaltsunterschied bei 8,5 Prozent, den die IG Metall in einem «tariflichen Angleichungsgeld» nachfordert.
Die Arbeitgeberseite wiederum pocht auf eine Umsetzung des Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen, der dort bereits Ende März erzielt worden war. Mehrere Bezirke haben ihn bereits übernommen. Allerdings regelt er nicht die seit vielen Jahren bestehenden Ost-West-Unterschiede.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 10. Mai 2021 17:12 Uhr

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