Verband: Impfen in Arztpraxen hat «größtes Potenzial»

Verband: Impfen in Arztpraxen hat «größtes Potenzial»

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) setzt beim Impfen auf die Arztpraxen und will diese noch stärker einbinden. Da in den Praxen sehr «bürgernah» und «bürgerfreundlich» geimpft werden könne, weil Ärzte die Patienten kennen, liege dort «das größte Potenzial», sagte der KVBB-Vorsitzende Peter Noack am Montag im RBB-Inforadio.

Impfung

© dpa

Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze.

Bislang impfen ihm zufolge in Brandenburg 1300 Praxen. Wenn demnächst auch die Fachärzte mit dem Impfen beginnen würden, käme man weit über 2000 Praxen und damit auf ein Impfangebot von 100 000 bis 200 000 Impfungen pro Woche.
Da Ärzte nur einmal - entweder in den Praxen oder den Impfzentren - impfen könnten, wäre es aus Sicht von Noack nicht gut machbar, wenn für die Zentren auf Ärzte aus den Praxen zurückgegriffen werden würde. Wenn alle Arztpraxen mitmachten, bräuchte man die Zentren nicht mehr und könnte sie planmäßig herunterfahren.
Es sei wichtig, dass die Landesregierung das Vertrauen in die Ärzte stärkt, meinte der Verbandschef. «Das muss man auch ein bisschen motivieren.» Damit es nicht zu Engpässen beim Impfstoff komme, sei es auch wichtig, dass die Vakzine aus den Landeskontingenten direkt in die Praxen gingen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 10. Mai 2021 11:49 Uhr

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