Städte-und Gemeindebund fordert Ergänzung von Impfangeboten

Städte-und Gemeindebund fordert Ergänzung von Impfangeboten

Der Städte- und Gemeindebund in Brandenburg hat seine Forderung nach Ergänzung der Impfangebote von Impfzentren und Arztpraxen durch dezentrale Konzepte wie etwa örtliche Impftage kräftigt. Die Bürgermeister im Land hätten allerdings dafür keinen Entscheidungsspielraum, sagte Geschäftsführer Jens Graf am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Kreisangehörige Gemeinden könnten nicht Träger von Impfstellen und Impfteams sein oder Impfstoff bestellen. Vielerorts seien in den letzten Monaten aber örtliche Impftage, Impfstellen oder Besuche von Impfbussen durch Städte und Gemeinden mit initiiert worden.

Corona-Impfung

© dpa

Eine Corona-Impfung wird vorbereitet.

Hintergrund ist ein Appell von Intensivmedizinern an Länder und Kommunen, verstärkt in sozialen Brennpunkten Corona-Schutzimpfungen vorzunehmen, um die Krankenhäuser zu entlasten. Auf den Intensivstationen lägen überdurchschnittlich viele Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten, Menschen mit Migrationshintergrund und sozial Benachteiligte, hatte der wissenschaftliche Leiter des Intensivbettenregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Christian Karagiannidis, der «Rheinischen Post» (Freitag) gesagt. Bürgermeister und Gesundheitsämter sollten mobile Impfteams in die sozialen Brennpunkte ihrer Städte schicken.
Spreewald Therme: Winterwellness
© Beate Waetzel

Winterwellness in der Spreewald Therme

Erleben Sie vom 1. November bis 31. Dezember die Magie des Wohlfühlens bei speziell auf die Winterzeit abgestimmten Winterwellness-Angeboten in der Spreewald Therme. mehr

Es müsse weiter diskutiert werden, wie mit den eingerichteten mobilen Impfteams verfahren werde, forderte Graf. «Bei der Struktur in Brandenburg ist es besser, wenn das Impfen auch ins Dorf geht», schätzte er ein. So könnten die Menschen flächendeckender erreicht werden, um die für die angestrebte sogenannte Herdenimmunität notwendige hohe Impfquote zu erreichen. Impfzentren und Hausärzte reichten da noch nicht aus. «Die Frage ist: Wie erreiche ich die, die ich bisher noch nicht erreicht habe», so Graf. Bei örtlichen Impftagen habe sich gezeigt, das noch viele schutzbedürftige Personen erreichbar gewesen seien.
Der Städte- und Gemeindebund erinnerte in diesem Zusammenhang an seine Forderung nach Veröffentlichung von landkreisbezogenen Daten zur Durchimpfung der einzelnen Altersgruppen. Vielerorts tappten die Behörden da noch im Dunkeln.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 30. April 2021 18:09 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg