Oderbruch: Historische Dorfkirche muss erneut saniert werden

Oderbruch: Historische Dorfkirche muss erneut saniert werden

Die kleine Fachwerkkirche im Oderbruch-Dorf Altwustrow wird ab Juni zum zweiten Mal nach der Jahrtausendwende saniert. In jahrelanger Vorbereitung hat Pfarrerin Nanna-Maria Luttemberger 121 000 Euro zusammengetragen. Damit will man die Feuchtigkeit aus dem 1789 erbauten kleinen Gotteshaus im Landkreis Märkisch-Oderland bekommen. Auch soll es innen sowie außen neu verputzt werden. Die Gelder stammen von der Landeskirche, dem Kirchenkreis, einer Stiftung und der Sparkasse Märkisch-Oderland.

Die bemalte Papierdecke in der Fachwerkkirche von Altwustrow

© dpa

Die bemalte Papierdecke in der Fachwerkkirche von Altwustrow.

Die im Bauernbarock errichtete und unter Denkmalschutz stehende Kirche war ein «Schwarzbau» im 18. Jahrhundert: 13 Altwustrower Familien legten dafür zusammen, obwohl Kirchen- und Landesherren das Vorhaben nicht genehmigt hatten. 1832 kam der klassizistische Kirchturm dazu sowie eine himmelblaue, handbemalte Papierdecke im Renaissancestil. Nach Angaben von Denkmalschützern ist sie in Norddeutschland einzigartig.
Von 2000 bis 2007 war der Fachwerkbau saniert worden. Rund 815 000 Euro flossen in die Rettung von Kirche und Papierdecke. Wenige Jahre später zeigten sich erneut Schäden an Putz, Außenhaut und Decke.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 25. April 2021 09:30 Uhr

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