Metaller im Warnstreik: Ungleichbehandlung in Ost und West

Metaller im Warnstreik: Ungleichbehandlung in Ost und West

Im Metall-Tarifkonflikt hat die Gewerkschaft IG Metall an diesem Sonntag in Sachsen zu weiteren Warnstreiks für höhere Löhne aufgerufen. Um die Beschäftigten in Coronazeiten bestmöglich zu schützen, sollen aber nur kleinere Kundgebungen und Aktionen vor den Werkstoren stattfinden, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Das Logo der IG Metall

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Das Logo der IG Metall.

Bereits am Freitag standen viele Bänder still - insgesamt 15 500 Beschäftigte in Sachsen und Brandenburg beteiligten sich an den Warnstreik-Aktionen. In Sachsen waren es die Metaller der beiden Volkswagen-Werke in Zwickau und Dresden, von GKN Driveline in Zwickau, SAS Automotive in Meerane, Innomotive Systems in Hainichen und Thyssenkrupp Presta in Chemnitz. Auch bei Siemens WKC in Chemnitz und im Volkswagenwerk fanden Warnstreiks statt. In Brandenburg waren die Beschäftigten vom Mercedes-Benz-Werk in Ludwigsfelde und bei ZF Getriebe in Brandenburg im Ausstand.
Die IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn oder Beschäftigungssicherung. Außerdem geht es um Zukunftstarifverträge, um die Transformation zu gestalten, und tariflich verbesserte Übernahmeregeln für Ausgebildete. Dazu fordert die IG Metall im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen für die rund 290.000 Beschäftigten (110.000 in Berlin-Brandenburg und 180.000 in Sachsen) ein Tarifliches Angleichungsgeld, wegen der ungleichen Bezahlung von Beschäftigten in Ost und West.
Bei den bundesweiten Tarifverhandlungen der Branche hatte es bereits Ende März einen Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen gegeben. In Berlin, Brandenburg und Sachsen stehen aber weitere Forderungen der IG Metall nach Angleichung der Arbeitsbedingungen in den ostdeutschen Bundesländern an das Westniveau im Raum.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 24. April 2021 18:53 Uhr

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