Verstöße gegen Ausgangssperre in Brandenburg

Verstöße gegen Ausgangssperre in Brandenburg

Die Brandenburger Polizei hat innerhalb von 48 Stunden Dutzende Verstöße gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen festgestellt. Diese greifen zwischen 22.00 und 5.00 Uhr. Nach Angaben des Lagedienstes wurden am Wochenende bis Sonntagmorgen 47 Verstöße festgestellt. Viele Menschen hätten die schärferen Bestimmungen noch nicht verinnerlicht, schätzte ein Polizeisprecher am Sonntag ein.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens

© dpa

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Streifenwagens.

Die Bundes-Notbremse bringt für Brandenburg seit Samstag einige Änderungen. Ab über 100 neuen Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche an drei Tagen hintereinander darf man zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr grundsätzlich nicht mehr hinaus. In Brandenburg lagen am Sonntag bis auf den Kreis Barnim alle Landkreise und kreisfreien Städte über dem Wert von 100. Bis Mitternacht ist es der Bundes-Verordnung nach erlaubt, sich alleine draußen zu bewegen - etwa zum Joggen oder Spazierengehen. Diese Ausnahme gab es bislang in Brandenburg nicht. Die meisten Corona-Regeln der Bundes-Notbremse – wie zum Beispiel Kontaktbeschränkungen für einen Haushalt und eine zusätzliche Person – gelten in Brandenburg bereits.
Die Polizei im Osten Brandenburgs berichtete von mehr Einsätzen am Wochenende wegen Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung und das Infektionsschutzgesetz. Einsätze gab es demnach unter anderem in Fürstenwalde, Storkow, Frankfurt (Oder), Erkner und Eisenhüttenstadt. Nach Angaben vom Sonntag handelte es sich überwiegend um private Feiern, an denen mehr Menschen teilnahmen als erlaubt. Die Polizei sprach Platzverweise aus und informierte die Gesundheitsämter zur Prüfung von Ordnungswidrigkeitsverfahren.
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Bei einer unerlaubten Geburtstagsfeier in Schöneiche (Oder-Spree) verletzte ein Mann einen anderen Gast am frühen Samstagmorgen mit einem Messer. Bei der Feier, die wegen der Eindämmungsverordnung untersagt war, kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen vier Männern. Im weiteren Verlauf griff ein 25-Jähriger zu einem Küchenmesser und verletzte damit einen 24-Jährigen am Hals, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Beteiligten, die laut Polizei zum Teil stark betrunken waren, wurden in Polizeigewahrsam genommen.
Auch im Norden Brandenburgs war die Polizei am Wochenende mit zahlreichen Kräften im Einsatz. In Angermünde, Schwedt und Prenzlau wurden im Rahmen von Kontrollen zur Einhaltung der geltenden Regeln Menschen angetroffen, die sich nicht an die nächtliche Ausgangssperre und die Kontaktbeschränkungen hielten. Personalien wurden an den Landkreis Uckermark weitergeleitet, es drohen Ordnungsstrafen. Die Polizei kündigte weitere Kontrollen insbesondere zur Nachtzeit an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 25. April 2021 14:41 Uhr

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