Landesschülerrat fordert Planungssicherheit

Landesschülerrat fordert Planungssicherheit

Der Landesschülerrat in Brandenburg hat die Kommunikation des Bildungsministeriums bei der Öffnungsstrategie für die Schulen unter anderem mit Selbsttests kritisiert. «Derzeit passieren sehr viele Dinge adhoc und oftmals ungeplant, wie es scheint», sagte die Vorsitzende Katharina Swinka der Deutschen Presse-Agentur am Montag (12. April 2021).

Schulbetrieb

© dpa

Stühle sind in einem Klassenzimmer einer Schule hochgestellt.

Es fehle Planungssicherheit für die Schulen und die Lernenden. Die Kommunikation mit den Schulen habe viel zu spät stattgefunden, schätzte sie es ein. Seit diesem Montag lernen Schülerinnen und Schüler der Grundschulen wieder im Wechselunterricht. Das gilt auch für Abschlussklassen und Förderschulen mit Schwerpunkt geistige Entwicklung. Weiterführende Schulen sind in Brandenburg dagegen vorerst wieder geschlossen. Schülerinnen und Schüler von Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien müssen zum Schutz vor dem Coronavirus zuhause lernen. Ab 19. April sind zweimal pro Woche Corona-Tests Pflicht - sie sind die Voraussetzung, um die Schulen zu betreten. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hält die Schulen damit für sicher.
Der Landesschülerrat sei an der der Corona- Teststrategie für die Schulen mit beteiligt gewesen, wie Swinka berichtete. Zuhause zu testen sei flexibler, da Brandenburg ein Flächenland sei und nicht alle Schüler schnell zu ihrer Schule kämen, erläuterte sie. Zum Distanzunterricht für die weiterführenden Schulen sieht Swinka, die Schülerin der 12. Klasse einer Gesamtschule in Potsdam ist, derzeit keine Alternative. Es gebe in den oberen Klassen mehr Corona-Infektionen als an den Grundschulen. Die Erfahrungen der letzten Monate hätten auch gezeigt, dass die Umsetzung des Präsenzunterrichts an den weiterführenden Schulen etwa mit Klassenteilungen «unglaublich schwierig» war.
Die Vorsitzende des Landeselternrates forderte zudem, dass bereits jetzt auf die Abschlussklassen des kommenden Jahres geschaut werden muss und nicht erst in zwei bis Monaten. «Sonst stehen wir vor dem gleichen Problem wie dieses Jahr, das hilft uns allen nicht.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 12. April 2021 13:43 Uhr

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