Innenverwaltung: Berlin war an Abschiebung nicht beteiligt

Innenverwaltung: Berlin war an Abschiebung nicht beteiligt

Berlin ist nach Angaben der Senatsverwaltung für Inneres nicht an der Abschiebung von 20 Männern aus Deutschland nach Afghanistan vom Hauptstadtflughafen BER beteiligt gewesen. Die Maschine mit den Abgeschobenen, die am Mittwochabend in Schönefeld gestartet war, landete am Donnerstagmorgen in der Hauptstadt Kabul, wie Beamte am Flughafen der afghanischen Hauptstadt der Deutschen Presse-Agentur sagten. Es war die 38. Sammelabschiebung seit dem ersten derartigen Flug im Dezember 2016.

Proteste gegen Abschiebung

© dpa

Demonstranten blockieren eine Kreuzung auf der Waßmannsdorfer Chaussee in Schönefeld.

Gegen die Abschiebung hatte es am Flughafen in Schönefeld mehrstündige Proteste gegeben. «Berlin war nicht an der gestrigen Abschiebung beteiligt», teilte ein Sprecher der Innenverwaltung am Donnerstag mit. Unter den Abgeschobenen sei niemand aus der Hauptstadt gewesen.
Zuvor hatten etwa die Grünen-Abgeordnete Susanne Kahlefeld und der innenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus, Niklas Schrader, im «Tagesspiegel» betont, dass es laut Koalitionsvertrag keinerlei Abschiebungen aus Berlin nach Afghanistan geben dürfe.
Am Mittwochabend hatten nach Polizeiangaben rund 350 Demonstranten am Terminal 5 des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld gegen die Abschiebung protestiert. Ein Teil von ihnen blockierte dabei Zufahrtsstraßen, ein anderer Teil gelangte nach Angaben der Polizeiinspektion Flughafen auf das Betriebsgelände. Der Protest endete nach dem Abflug der Maschine Richtung Kabul.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. April 2021 13:49 Uhr

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