Fälle von Coronavirus-Mutationen steigen: Ministerin besorgt

Fälle von Coronavirus-Mutationen steigen: Ministerin besorgt

Die Zahl der Infektionen mit Coronavirus-Varianten in Brandenburg ist laut Gesundheitsministerium im März deutlich gestiegen. In der vergangenen Woche machte die Mutante B.1.1.7 demnach fast die Hälfte (42,5) der Corona-Fälle aus.

Corona-Test

© dpa

Ein Arzt macht einen Abstrich für einen Corona-Test.

Mit Beginn des Monats waren es noch 29,5 Prozent. Diese Variante wurde zuerst in Großbritannien entdeckt, sie gilt als deutlich ansteckender als frühere Corona-Varianten. Bundesweit liegt der Anteil der Varianten nach Daten des Robert Koch-Instituts deutlich über 70 Prozent - Tendenz steigend.

Ausbrüche auch bei Kindern und jungen Menschen

Brandenburgs Gesundheitsministerin Nonnemacher (Grüne) bezeichnete die Lage mit Blick auf die höhere Gefährlichkeit der Varianten im Krankheitsverlauf als «außerordentlich besorgniserregend». Besonders betroffen mache, dass Ausbrüche bei Kindern und jungen Menschen in Kita und Hort bundesweit stark zugenommen hätten, sagte sie am Donnerstag im Gesundheitsausschuss. Das zeige den Ernst der Lage.

Beratungen über Schulen für kommenden Dienstag geplant

Am kommenden Dienstag will das Kabinett in seiner Sitzung den Schwerpunkt auf die Schulen setzen, wie es im Gesundheitsausschuss hieß. Das Bildungsministerium hatte die Pflicht zum Präsenzunterricht in Brandenburg bis zu den Osterferien ausgesetzt. Dies galt für alle Jahrgangsstufen mit Ausnahme der Abschlussklassen. Damit konnten bis zu den Osterferien die Eltern und Erziehungsberechtigten entscheiden, ob die Kinder vor Ort am Unterricht teilnehmen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. April 2021 15:42 Uhr

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