Mann soll Ehefrau ermordet haben: Prozessauftakt

Mann soll Ehefrau ermordet haben: Prozessauftakt

Nachdem ihr Mann sie niedergestochen und ihren Kopf in einem Teich unter Wasser gedrückt haben soll, ist eine Frau gestorben. Am Montag hat der Prozess gegen den 65-Jährigen vor dem Landgericht Potsdam begonnen. Der Mann sei wegen Mordes angeklagt, sagte Gerichtssprecher Sascha Beck. Die Tat ereignete sich im Mai vergangenen Jahres. Am ersten Prozesstag sei die Anklageschrift verlesen worden (21 Ks 10/20, 486 Js 19014/20). Der 65-Jährige habe zunächst nur persönliche Angaben gemacht und sich nicht zu den Vorwürfen äußern müssen, sagte Beck.

Justizmitarbeiter

© dpa

Ein Justizmitarbeiter schließt die Tür zu einem Verhandlungssaal.

Die Frau wollte sich laut Anklage von ihrem Partner trennen und war mit ihren beiden Kindern aus dem gemeinsamen Haus in eine Ferienwohnung in Werder gezogen. Dort habe sie sich an dem Tag mit den Kindern und einer Freundin aufgehalten, als der Ehemann aufgetaucht sei. Er habe sie mit einer Schreckschusspistole bedroht, heißt es in der Anklageschrift.
Die Frau flüchtete der Anklage zufolge aus der Wohnung und rutschte in einen Teich auf dem Gelände. Der Angeklagte soll sie mit einem Messer attackiert und bis zu viermal zugestochen haben. Dabei sei unter anderem die Lunge lebensgefährlich verletzt worden.
Außerdem soll der Angeklagte sein Opfer mit dem Kopf unter Wasser gedrückt haben bis er sicher gewesen sei, dass seine Frau tot war, hieß es. Als der Sohn versucht habe, seiner Mutter zu helfen, habe ihm der Vater mit der Schreckschusspistole ins Gesicht geschossen. Einen weiteren Zeugen, der der Frau ebenfalls zu Hilfe kommen wollte, soll der 65-Jährige mit dem Messer und der Schreckschusspistole bedroht haben, so die Anklageschrift.
Nach der Tat flüchtete der Beschuldigte nach den Angaben mit seinem Auto und fuhr gegen eine Wand. Er erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde im Haftkrankenhaus behandelt.
Insgesamt zehn Verhandlungstage wurden anberaumt. Der nächste Prozesstag ist der 12. April, dann werden erste Zeugen gehört, unter anderem der Sohn.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 29. März 2021 14:33 Uhr

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