Lausitz: Erste 17 Projekte für Strukturentwicklung bestätigt

Lausitz: Erste 17 Projekte für Strukturentwicklung bestätigt

Erste Projekte zur Strukturentwicklung in der Lausitz sind auf den Weg gebracht worden. Die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMAG) Lausitz der Landesregierung habe 17 Vorhaben bestätigt, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Für die Vorhaben könnten nun Förderanträge bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg eingereicht werden. Der Großteil stammt demnach aus den Bereichen Wirtschaft und Fachkräfte, Digitalisierung und Innovation sowie Infrastruktur und Mobilität. Aber auch Ländliche Entwicklung, Kultur, Marketing und Tourismus werden berücksichtigt. Das Gesamtinvestitionsvolumen der ausgewählten Projekte beläuft sich auf rund 210 Millionen Euro, bis zu 90 Prozent werden aus den Strukturhilfen des Bundes für die vom Braunkohleausstieg betroffenen Länder gefördert.

Die Projekte wurden zuvor in fünf Fachwerkstätten diskutiert. Dort werden Ideen aufgegriffen und so ausgefeilt, so dass sie über das Strukturstärkungsgesetz gefördert und umgesetzt werden können. Die einzelnen Projekte fügten sich in regionale Strategien zur Entwicklung in der Lausitz ein, erklärte die Ministerin und Chefin der Staatskanzlei, Kathrin Schneider. «Jetzt kommt es darauf an, die Förderanträge schnell einzureichen, damit die Mittel zügig bewilligt und die Projekte umgesetzt werden können».
Nach Angaben des Vorsitzenden des Sonderausschusses Strukturentwicklung in der Lausitz, Wolfgang Roick (SPD), soll unter anderem ein «Leistungszentrum Westlausitz» in Schwarzheide gefördert werden, das die Fachkräfteentwicklung in der Region unterstützen wird. Aber auch kulturellen und touristischen Projekten sei die Förderfähigkeit durch die IMAG Lausitz attestiert worden: Unterstützt wird beispielsweise der Bau eines Rundwegs um den Cottbuser Ostsee.
Der Werkstattprozess wird durch die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) gesteuert. Mit einer Mehrheitsbeteiligung an der WRL will das Land Brandenburg die Strukturentwicklung in der Kohle-Region stärken. Geplant ist, dass sich das Land mit 54,55 Prozent an der Kooperationsgemeinschaft beteiligt. Der Einstieg soll im dritten Quartal 2021 erfolgen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. März 2021 17:42 Uhr

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