Haseloff für Osterurlaub im eigenen Land: Andere mahnen

Haseloff für Osterurlaub im eigenen Land: Andere mahnen

Vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am Montag setzen mehrere Ministerpräsidenten unterschiedliche Akzente mit Blick auf mögliche Lockerungen oder Einschränkungen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff plädierte für die Möglichkeit von Osterurlaub innerhalb des eigenen Bundeslandes. «Im Hinblick auf die Osterferien könnte für Landeskinder autarker Urlaub möglich sein - also innerhalb der Grenzen Sachsen-Anhalts, etwa im Harz», sagte Haseloff der «Welt am Sonntag». «Das betrifft Ferienwohnungen wie Camping-Urlaub», fügte der CDU-Politiker hinzu.

Reiner Haseloff

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Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will zumindest Ausflüge über Ostern erlauben. Man müsse Möglichkeiten schaffen, «dass die Menschen in den anstehenden Osterferien bei uns wandern und in einem Gartenlokal einkehren können, statt nach Mallorca zu fliegen und am Ballermann zu feiern», sagte sie der Zeitung. Dreyer will sich bei der Schalte am Montag für «flexiblere Lösungen im Sinne von Modellkommunen und -landkreisen» einsetzen. In engen Grenzen könne es Lockerungen geben, «wenn der Inzidenzwert dort unter 100 liegt und ein lückenloses Test- und Kontakterfassungssystem vorliegt und die Kontrolle sichergestellt ist».
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte hingegen: «Wir bitten die Bevölkerung, keine Urlaubsreisen anzutreten.» Thüringen hat bundesweit die höchsten Inzidenzwerte. «Wer in dieser Phase der Pandemie glaubt, dass man ungetestet ganze Urlaubsregionen freigeben kann, ist nicht auf der Höhe der Zeit», warnte Ramelow in der Zeitung.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke betonte in der «Welt am Sonntag», er sehe keinen Spielraum für Lockerungen. «Die Lage gibt es leider nicht her», sagte der SPD-Politiker. «Im Gegenteil: Ab Montag müssen in einigen Brandenburger Landkreisen mit hohen Werten einige Öffnungen wieder zurückgenommen werden», betonte Woidke.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 21. März 2021 08:38 Uhr

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