Grünen-Chefin: Impfstab nicht als Entmachtung von Ministerin

Grünen-Chefin: Impfstab nicht als Entmachtung von Ministerin

Brandenburgs Grünen-Landeschefin Julia Schmidt beurteilt den Abzug der Zuständigkeit für die Corona-Impflogistik aus dem grün-geführten Gesundheitsministerium positiv.

Julia Schmidt

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Grünen-Landeschefin Julia Schmidt.

«Ich freue mich, dass die Gesundheitsministerin jetzt Unterstützung bekommt», sagte Schmidt der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. «Das Ministerium wurde in der letzten Legislaturperiode kaputtgespart, dort fehlt massiv Personal.» Sie sagte aber auch: «Ich sehe schon, dass die nun geteilte Verantwortung als Entmachtung gedeutet werden könnte. Wir haben darüber intern intensiv diskutiert, aber uns gemeinsam entschieden, diesen Weg zu gehen.» Es gehe um die Sache und die Menschen. «Bei einem so wichtigen Thema wie der Pandemie lassen wir uns nicht auf Machtspielchen ein.»
Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) stand zuletzt zunehmend in Kritik. Der Impfstart war holprig und Brandenburg lag trotz des Einsatzes der Beraterfirma Kienbaum im Ländervergleich auf dem letzten Platz beim Anteil der Erstimpfungen an der Bevölkerung. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kritisierte die Impfstrategie des Ministeriums. Nun soll ein Impflogistik-Stab im CDU-geführten Innenministerium starten, der von Staatssekretär Markus Grünewald geleitet wird. Inzwischen liegt Brandenburg mit der Quote der Erstimpfungen auf dem vorletzten Rang und bei den Zweitimpfungen gemeinsam mit Sachsen-Anhalt hinten, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Linksfraktionschef Sebastian Walter hatte von einem Impfkabarett statt einem Impfkabinett gesprochen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. März 2021 12:25 Uhr

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