Kosmetiker-Innung: Wegen geforderter Tests weniger Kunden

Kosmetiker-Innung: Wegen geforderter Tests weniger Kunden

Körpernahe Dienstleister wie Kosmetikstudios dürfen seit Montag in Brandenburg wieder unter Auflagen öffnen. Wenn keine Maske getragen werden kann, müssen die Kunden einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen. Nach Ansicht der Kosmetikbranche entstehen damit neue Probleme.

Coronavirus - Öffnung Kosmetikstudio

© dpa

"Kosmetik" steht auf einer Eingangstür eines Kosmetikstudios

«Sehr, sehr viele Kunden haben Lust zu kommen, verzichten aber auf Termine, weil sie das Prozedere bei den Schnelltests nicht nachvollziehen können», sagte Mandy Rechenberger, Kosmetikmeisterin und Obermeisterin der Kosmetiker-Innung der Kammerbezirke Frankfurt (Oder) und Cottbus. Aus ihrer Sicht reichen die Hygienekonzepte der Kosmetiksalons aus. «Nun brechen Kunden weg», schätzte sie ein.
Über die Öffnung freuten sich die Betriebe «riesig», betonte die Kosmetikerin. Allerdings sei die Unsicherheit groß, denn es gebe noch «tausend offene Fragen». So sei ungeklärt, wie die Dokumentationspflicht bei den auf Corona getesteten Kunden laufen solle. Deshalb blieben viele Betriebe noch vorsichtig. «Wir führen erst einmal alle Behandlungen durch, bei denen die Maske aufbleiben kann und warten noch zwei Wochen ab.» Dazu zählten etwa Fußpflege und Augenbehandlung. Gesichtsbehandlungen fielen dadurch erst einmal weg.
Ein Problem der Betriebe bleibt laut Rechenberger nach wie vor die Kinderbetreuung. Die Kosmetikbranche, in der viele Frauen arbeiteten, gehöre nicht zum systemrelevanten Bereich. Rechenberger selbst muss nach eigener Darstellung alle zwei Wochen zuhause bleiben, um ihren Sohn zu betreuen, der Wechselunterricht in der Grundschule habe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. März 2021 15:11 Uhr

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