Derby in den Playoffs: Volleys vor Netzhoppers gewarnt

Derby in den Playoffs: Volleys vor Netzhoppers gewarnt

Die Berlin Volleys sind vor dem Playoff-Duell mit dem Brandenburger Lokalrivalen Netzhoppers KW-Bestensee gewarnt. «Wir wissen, wozu dieser Gegner imstande ist», sagte Trainer Cedric Enard vor dem Beginn der Viertelfinalserie in der Volleyball-Bundesliga. Am Mittwoch (19.00 Uhr) kommt es in Bestensee bereits zum ersten von maximal drei möglichen Duellen in der Best-of-three-Serie. «Schade, dass solche Spiele ohne Fans stattfinden. Da wäre eine tolle Stimmung», sagte Netzhoppers-Coach Christophe Achten. Der Belgier sieht in diesem Derby aber auch einen eher pragmatischen Vorteil: «Da bleibt uns wenigstens eine weite Reise erspart.»

Volleyball

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Ein Volleyball-Spiel.

Am 16. März (Dienstag, 19.30 Uhr) sehen sich beide Mannschaften zum zweiten Spiel in der Berliner Max-Schmeling-Halle wieder - wegen der Corona-Krise natürlich auch dieses Mal ohne Fans auf den Tribünen. Ist danach noch keine Entscheidung gefallen, würde ein drittes Spiel am 17. März (19.30 Uhr) wiederum in Berlin stattfinden. Wer sich durchsetzt, trifft im Meisterschafts-Halbfinale auf den Sieger der Begegnung SWD powervolleys Düren gegen United Volleys Frankfurt.
Zum Hauptrundenabschluss hatte Berlin am Samstag mühevoll mit 3:2 gegen die Volleys Herrsching gewonnen. «Das war ein schwieriges Spiel», sagte Außenangreifer Cody Kessel. Lediglich als Dritter zogen die BR Volleys in die Playoffs ein. Enard machte jedoch mildernde Umstände für den wenig überzeugenden Auftritt gegen Herrsching geltend. «Wir wussten ja vorab, dass das Spiel keinen Einfluss mehr auf unsere Tabellensituation haben würde», sagte der Franzose. Dementsprechend nutzte er die Gelegenheit, um 48 Stunden nach dem Champions-League-Aus bei Trentino Volley die Stammkräfte zu schonen. Auf dem Feld stand letztlich eine reine B-Mannschaft.
Vier Niederlagen sowie weitere vier Punktverluste durch knappe 3:2-Siege - das ist die unbefriedigende Bilanz der Berliner aus den 20 Hauptrundenspielen. Dazu kommt das frühe Aus im Viertelfinale des Pokals gegen die Netzhoppers, und zwar nach 2:0-Satzführung und 24:22-Vorsprung im dritten Satz. Als Dritter in die Playoffs zu starten, ist für die erfolgsverwöhnten BR Volleys aber kein Novum. Diese Position nahmen sie auch 2018/19 ein und wurden noch Meister.
Die Netzhoppers stehen hingegen erstmals seit 2017 wieder in den Playoffs. «Wir waren im Pokalfinale und sind in der Liga Sechster geworden. Das ist für uns schon jetzt eine gute Saison», sagte Trainer Achten, nachdem sein Team am Samstag 3:1 bei den Grizzlys Giesen gewonnen hatte. Die Playoff-Teilnahme war für die Netzhoppers vor dem letzten Spieltag keineswegs sicher. Ein Punkt, also zwei Satzgewinne, mussten gegen Giesen her, um sicher dabei zu sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 8. März 2021 09:44 Uhr

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