Noack: Impfverordnung darf kein Bürokratiemonster werden

Noack: Impfverordnung darf kein Bürokratiemonster werden

Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Peter Noack, hat bei der Änderung der Impfverordnung zur Impfung in Arztpraxen vor zu viel Umständlichkeit gewarnt.

Peter Noack

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Peter Noack, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB) des Landes Brandenburg spricht.

«Die neue Impfverordnung darf kein Bürokratiemonster werden. Die Impfungen müssen sich problemlos in den Praxisalltag integrieren lassen», erklärte Noack am Donnerstag. Die Ärzte müssten auch weiterhin für alle Patienten da sein können.

Über 1000 Praxen bereit für Impfangebote

Nach KVBB-Angaben haben mittlerweile Ärzte aus über 1000 Praxen im Land signalisiert, Coronaschutzimpfungen durchführen zu wollen. Wenn jede Praxis nur 100 Menschen wöchentlich impfe, könnten landesweit über 100 000 Menschen pro Woche geimpft werden, sagte Noack. «Nur so ist das politische Ziel zu erreichen, eine Herdenimmunität bis zum Ende des Sommers aufzubauen.»

Impfverordnung muss geändert werden

Bund und Länder hatten am Mittwoch vereinbart, dass Hausärzte zum Monatswechsel mit den Corona-Impfungen in ihren Praxen beginnen können. Dazu muss die Impfverordnung noch geändert werden. Derzeit ist die Corona-Impfung in Brandenburg auch beim Arzt möglich - aber zunächst nur in einem Modellprojekt. Bisher wurde in elf Impfzentren, mit mobilen Teams in Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern geimpft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. März 2021 13:32 Uhr

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