Gewerkschaft mahnt vor Ungleichbehandlung von Frauen

Gewerkschaft mahnt vor Ungleichbehandlung von Frauen

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Mark Brandenburg hat vor einem Rückschritt bei der Gleichbehandlung zwischen Frauen und Männern als Folge der Corona-Pandemie gewarnt. «Insbesondere Minijobs werden in der Krise zunehmend zur Karrierefalle», sagte der Bezirksvorsitzende Rudi Wiggert am Donnerstag mit Blick auf den Frauentag am 8. März. Von den rund 2830 Minijobs in Brandenburg seien laut Arbeitsagentur 61 Prozent und damit mehr als die Hälfte in Frauenhand.

Die Gewerkschaft fordert, Minijobs sozialversicherungspflichtig zu machen. «Geringfügig Beschäftigte gehen nicht nur beim Kurzarbeitergeld leer aus. Sie sind auch häufiger von Entlassungen betroffen», erklärte Wiggert. Frauen seien überdies in der Corona-Pandemie stärker belastet als Männer. «In Zeiten geschlossener Kitas und Schulen bleibt die Kinderbetreuung nach wie vor meist an den Frauen hängen.»
Hinzu kämen die Arbeit im Haushalt und die Pflege von Angehörigen. «Männer, die beruflich etwas zurücktreten, können der Partnerin helfen, den nächsten Karriereschritt zu gehen und Lasten in der Familie fairer zu verteilen.» Hier sei ein gesellschaftliches Umdenken nötig, betonte Wiggert.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. März 2021 11:33 Uhr

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