Arztpraxen starten in Brandenburg mit Corona-Schutzimpfungen

Arztpraxen starten in Brandenburg mit Corona-Schutzimpfungen

Erste Arztpraxen in Brandenburg haben am Mittwoch (03. März 2021) mit Impfungen gegen das Coronavirus begonnen - vorerst als Modellprojekt. Im Senftenberger Ortsteil Hosena (Oberspreewald-Lausitz) öffnete eine von vorerst vier Praxen im Land für die Schutzimpfungen.

Impfung

© dpa

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze.

Geimpft wird anhand der Priorisierung. Als erstes ließen sich in der Gemeinschaftspraxis zwei Pflegekräfte mit dem Impfstoff Astrazeneca impfen. Das Impfen in Arztpraxen laufe seit Jahrzehnten, das sei die normalste Sache der Welt - es werde endlich Zeit, dass die Impfverordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dementsprechend geändert wird, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Peter Noack, zum Start. «Damit erreichen wir Bürgernähe.» Das Impfen müsse in die Fläche gebracht werden, um hohe Impfraten zu erreichen.

Angebot soll auf rund 50 Praxen erweitert werden

Mit der Einbindung der Ärzte will die Landesregierung nach einem schleppenden Impfstart deutlich mehr Menschen impfen. Beim Anteil der Erstimpfungen an der Bevölkerung liegt das Land im Bundesdurchschnitt hinten. Auch in Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark), Pritzwalk (Prignitz) und Wittenberge (Prignitz) sollen niedergelassene Ärzte in ihren Praxen mit den Impfungen starten. In Pritzwalk sind nach Angaben des Landkreises am Mittwoch 60 Impfungen geplant. Noch im März soll den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge das Angebot auf rund 50 Praxen erweitert werden. Für reguläre Impfungen in Praxen und bei Hausbesuchen muss noch die Corona-Impfverordnung des Bundes geändert werden. Der Plan ist, dass Ärzte künftig die Termine selbst an ihre Patienten vergeben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. März 2021 14:36 Uhr

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