Weitere M+E-Warnstreiks in Berlin und Brandenburg

Weitere M+E-Warnstreiks in Berlin und Brandenburg

Mit einer Menschenkette und weiteren Warnstreiks haben Berliner Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie im Tarifkonflikt ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Hauptschwerpunkt waren am Mittwochmorgen mehrere Unternehmen in der Siemensstadt, darunter Siemens, BMW, BSH Hausgeräte und Fujitsu.

Streikende am BMW-Werk Berlin

© dpa

Streikende stehen in einer Menschenkette zusammen in der Nähe des BMW-Werks Berlin.

Die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Berlin, Regina Katerndahl, rechnete mit mehreren hundert Teilnehmern. Die Beschäftigten sollten auf der Nonnendammallee eine Menschenkette bilden. Die Friedenspflicht im Tarifkonflikt war am Dienstag abgelaufen. Seither sind Warnstreiks möglich.
Auch in Brandenburg war für Mittwoch ein weiterer Warnstreik geplant: In Brandenburg an der Havel waren die Beschäftigten von Heidelberger Druck für den frühen Nachmittag dazu aufgerufen, die Arbeit vorübergehend ruhen zu lassen.
Seit Dezember verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaft bundesweit in den jeweiligen Tarifbezirken über höhere Löhne und Gehälter. Die Arbeitnehmerseite fordert für die rund 100 000 Beschäftigten in Berlin und Brandenburg vier Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Außerdem hat sie eine Arbeitszeitverkürzung von drei Wochenstunden bei partiellem Lohnausgleich ins Spiel gebracht. Im Osten geht es der IG Metall außerdem um eine weitere Angleichung an die West-Gehälter.
Aus Sicht der Arbeitgeber soll es hingegen in diesem Jahr eine Nullrunde geben. Sie legten Mitte Februar in der dritten Tarifrunde ein Angebot vor, dass «die Zahlung einer Mischung aus Einmalzahlung und Tabellenerhöhung ab 2022» ermögliche, wie der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg damals mitteilte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. März 2021 10:37 Uhr

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