Netzhoppers «sehr, sehr traurig» - Aber Trainer auch stolz

Netzhoppers «sehr, sehr traurig» - Aber Trainer auch stolz

Ihren Traum vom ersten Titelgewinn in der Vereinsgeschichte konnten sich die Netzhoppers KW-Bestensee nicht erfüllen, aber der Stolz bleibt. Als sich die Spieler am Sonntag bei der Siegerehrung nach dem Volleyball-Pokalfinale in Mannheim gegenseitig die Silbermedaille um den Hals hängten, herrschte eher gedrückte Stimmung. «Alle sind sehr, sehr traurig. Es ist einfach schade», sagte Diagonalangreifer Johannes Mönnich nach der 0:3 (23:25, 21:25, 22:25)-Niederlage gegen die United Volleys Frankfurt.

Volleyball-Pokalfinale in Mannheim

© dpa

Eine Szene aus der Volleyball-Pokalfinale in Mannheim.

Dennoch stellte Trainer Christophe Achten nach dem vom Frankfurter Tim Grozer verwandelten Matchball fest: «Ich bin stolz auf meine Mannschaft.» Schließlich hat der Brandenburger Bundesligist auch ohne den finalen Triumph in dieser Saison im Pokal viel Aufmerksamkeit erfahren. Drei Favoritenstürze in den drei Pokalrunden vor dem Endspiel, alle auf dramatische Weise nach 0:2-Satzrückständen gegen Düren, Berlin Volleys und Herrsching hart erkämpft – das hat in Volleyball-Kreisen Eindruck hinterlassen.
Etwas wehmütig blickte Angreifer Dirk Westphal zurück auf den Weg der Netzhoppers durch die Pokal-Saison: «Es war eine sehr schöne Reise, aber wenn man nicht am Ziel ankommt, dann fehlt halt etwas.» Ein Knackpunkt: «Wir haben es in den entscheidenden Momenten nicht geschafft zu punkten», bedauerte Mönnich. Einen besseren Ausgang des Finales verspielten die Netzhoppers, als sie im ersten Durchgang eine 19:14-Führung nicht zum Satzgewinn nutzen konnten. 
Im Finale hatten die Netzhoppers ihren wohl besten Spieler, den Kanadier Byron Keturakis, wieder dabei. Es war der erste Einsatz des 25-Jährigen, nachdem er zuvor wochenlang wegen Rückenbeschwerden pausieren musste. Der Zuspieler konnte aber nicht an die überzeugenden Leistungen vor seiner Verletzung anknüpfen. «Er spürte von Mitte des zweiten Satzes an wieder Schmerzen», erklärte Trainer Achten. Keturakis hielt allerdings bis zum Schluss durch. 

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. März 2021 10:34 Uhr

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