Während Bombenentschärfung: Verletzter bei Unfall mit Tram

Während Bombenentschärfung: Verletzter bei Unfall mit Tram

Wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe ist am Montagmorgen ein Teil der Cottbuser Innenstadt evakuiert worden. Etwa 3700 Menschen waren aufgerufen, das Areal rund um den Fundort in der Virchowstraße zu verlassen, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Die Evakuierung sei nun abgeschlossen, und die Entschärfung der Bombe habe begonnen, hieß es am späten Vormittag. Zuvor hatte die Polizei das Gebiet abgesperrt und den Verkehr weiträumig umgeleitet. Ein 120-köpfiges Team kontrollierte, ob Straßensperrungen und die Evakuierung von Gebäuden tatsächlich befolgt wurden.

Eine entschärfte Weltkriegsbombe liegt in einer Baustelle

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Eine entschärfte Weltkriegsbombe liegt in einer Baustelle.

Während der Evakuierung kam es zu einem Unfall mit einem Leichtverletzten. Aus noch ungeklärter Ursache stieß ein Autofahrer mit einer Straßenbahn zusammen, wie die Leitstelle Lausitz mitteilte. Die Feuerwehr war vor Ort, um ausgelaufenen Kraftstoff zu beseitigen. Zunächst hatte die «Lausitzer Rundschau» berichtet.
Ein Rettungsbus der Feuerwehr, Rettungsdienst und Fahrzeuge von Cottbusverkehr standen bereit, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität in eine Notunterkunft zu bringen. Außerdem sollten 14 Menschen, die wegen Corona in Quarantäne sind, in eine abgetrennte Unterkunft im Stadthaus gebracht werden.
Menschen, die keine Ausweichquartiere haben, können in drei Sporthallen unterkommen, wie die Stadt mitteilte. Der Zulauf zur Turnhalle des Max-Steenbeck-Gymnasiums war groß. Eine Turnhalle des Ludwig-Leichhardt-Gymnasium stehe deshalb ebenfalls zur Verfügung. Insgesamt haben sich den Angaben zufolge derzeit in beiden Hallen 120 Personen eingefunden. Eine dritte Sporthalle werde vorbereitet.
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Von der Evakuierung betroffen waren unter anderem das Technische Rathaus, das Einkaufszentrum Spree-Galerie, die Stadthalle, Teile des Campus der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU), eine Kita, eine Grundschule und ein Oberstufenzentrum.
Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch bei Bauarbeiten entdeckt worden. Sprengmeister Mario Büchner hatte zuvor weitere Angaben zur Bombe mitgeteilt: Der Blindgänger sei deutscher Bauart mit russischem Zünder. Ein solcher Fund sei für Cottbus nicht unüblich. Ihm zufolge ist vorgesehen, den Zünder zu entfernen und anschließend die Bombe unschädlich zu machen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. März 2021 12:36 Uhr

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