Pädagogenverband sieht Öffnung der Grundschulen skeptisch

Pädagogenverband sieht Öffnung der Grundschulen skeptisch

Der Brandenburger Pädagogen-Verband hat sich vor der Öffnung der Grundschulen im Wechselunterricht weiterhin skeptisch gezeigt. «Wie sollen die Kollegen gleichzeitig den Präsenz- und den Fernunterricht sowie auch noch die Notbetreuung organisieren?», sagte der Präsident des brandenburgischen Pädagogenverbands, Hartmut Stäker, der Deutschen Presse-Agentur. Von Bildungsministerium habe es dazu keine Antworten gegeben, kritisierte Stäker. Die Festlegung, welche Aufgaben die Mitarbeiter übernehmen sollen, bleibe jeder Schulleitung überlassen.

Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Tisch einer Schülerin

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Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Tisch einer Schülerin.

Dabei helfe auch die Verpflichtung von studentischen Unterstützungskräften nur begrenzt, meinte Stäker. «Die arbeiten vielleicht an den Schulen in Potsdam mit, aber wer macht das in Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain oder Kleinkleckersdorf bei Cottbus?»
Stäker verwies darauf, dass schon der Präsenzunterricht in den Abschlussklassen die Kollegen seit Wochen über die Maßen fordere. Denn die Lehrer müssten ja auch noch für ihre Klassen im Distanzunterricht die Aufgaben organisieren. «Für Distanzunterricht brauche ich mindestens drei Mal soviel Zeit wie für Präsenzunterricht», meinte Stäker . «Ich muss den Stoff digital aufbereiten, auf der Lernplattform einstellen, Videokonferenzen organisieren und die Hausaufgaben ja auch noch irgendwann bewerten.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. Februar 2021 05:26 Uhr

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