Weiterer Geflügelpest-Fall in der Prignitz

Weiterer Geflügelpest-Fall in der Prignitz

Ein weiterer Fall von Geflügelpest ist bei einem gewerblichen Tierhalter in der Prignitz festgestellt worden. Der Erreger H5N8 (Vogelgrippe/Geflügelpest) konnte nachgewiesen werden, teilte das Verbraucherschutzministerium am Mittwochabend mit. Insgesamt 12 000 Puten seien auf Anordnung des Veterinäramtes getötet und unschädlich beseitigt worden.

Geflügelpest-Warnschild

© dpa

Ein Schild verweist auf einen Geflügelpest-Sperrbezirk.

Es sei der fünfte Fall der Seuche in einem Nutzgeflügelbestand innerhalb weniger Wochen im Lande, hieß es. Das Ministerium appellierte an die Geflügelhalter, alle Sicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Die seit dem 13. Dezember 2020 in den Risikogebieten geltende Stallpflicht müsse konsequent beachtet werden.
Das nationale Referenzlabor Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte nach den Angaben, dass es sich beim neuen Fall um das Aviäre Influenzavirus vom Subtyp H5N8 handelte.
Um den Betrieb wurden nach den Angaben ein Sperrbezirk im Radius von mindestens drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Radius von mindestens zehn Kilometern eingerichtet.
Der Geflügelpesterreger H5N8 war Ende Dezember 2020 in einer Kleinsthaltung im Landkreis Spree-Neiße, Ende Januar 2021 bei einem gewerblichen Putenbestand ebenfalls in der Prignitz und Anfang Februar bei zwei Beständen in der Uckermark festgestellt worden. Außerdem wurde das Virus im Herbst und Winter bei mehreren Wildvögeln in Brandenburg nachgewiesen.
Die Geflügelpest, umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine für Geflügel und andere Vögel hoch ansteckende Viruserkrankung. Sie kann nach Angaben des Ministeriums in Geflügelbeständen schnell epidemische Ausmaße annehmen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 17. Februar 2021 18:33 Uhr

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