Prozess um Unfalltod ägyptischer Studentin neu aufgerollt

Prozess um Unfalltod ägyptischer Studentin neu aufgerollt

Der Prozess um den Unfalltod einer ägyptischen Studentin in Cottbus hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt - nun wird der Fall neu aufgerollt. Am Montag begann vor dem Cottbuser Landgericht der Berufungsprozess. Der angeklagte Unfallverursacher, ein Autofahrer aus Dresden, will die Gerichtsentscheidung überprüfen lassen. Am ersten Verhandlungstag beantwortete er Fragen des Gerichts, wie Sprecherin Susanne Becker mitteilte.

Eine Statue mit verbundenen Augen am Eingang eines Gerichts

© dpa

Eine Statue der Justitia mit verbundenen Augen am Eingang eines Gerichts.

Der junge Mann war im vergangenen Jahr wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 22-Jährige Autofahrer aus Dresden in hohem Maße grob fahrlässig gehandelt habe, als er am 15. April 2017 den Unfall verursacht hatte. Dabei wurde die 22 Jahre alte Fußgängerin so schwer verletzt, dass sie wenige Tage später starb.
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Laut Anklage soll der Mann mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h unterwegs gewesen sein, als er die Frau an einer Straßenbahnhaltestelle im Bereich des Stadthallenvorplatzes erfasste. Erlaubt waren in diesem Bereich 30 km/h. Das Gericht ging in seiner Urteilsbegründung sogar davon aus, dass der Autofahrer mehr als 50 Kilometer pro Stunde gefahren war. Bei Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sollen die tödlichen Folgen für die Frau vermeidbar gewesen sein, hieß es vom Gericht.
Für den Berufungsprozess, der vor der Jugendkammer des Landgerichts stattfindet, sind zunächst sechs Verhandlungstage angesetzt. An diesem Dienstag (9.30 Uhr) findet der zweite Verhandlungstag statt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. Februar 2021 17:35 Uhr

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