Sechs Jahre Haft für Schlachthof-Mitarbeiter

Sechs Jahre Haft für Schlachthof-Mitarbeiter

Im Prozess um einen tödlichen Streit unter Mitarbeitern eines Schlachthofs in Wittenberge ist ein 41-Jähriger zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) sprach den Mann des Totschlags schuldig. Der Richterspruch erging bereits am vergangenen Freitag. Der Litauer hatte im Prozess ein Geständnis abgelegt und eingeräumt, im Mai 2020 in einer Gemeinschaftsunterkunft einen rumänischen Mitbewohner nach einem Streit erstochen zu haben. Da die Beweislage schwierig gewesen sei, habe sich das Gericht bei seinem Urteil auf das Geständnis des Angeklagten gestützt, sagte Gerichtssprecherin Iris le Claire am Montag. Gegen das Urteil können Rechtsmittel eingelegt werden.

Justizmitarbeiter

© dpa

Ein Justizmitarbeiter schließt die Tür zu einem Verhandlungssaal.

Der Angeklagte hatte vor Gericht geschildert, dass er das Opfer zunächst geschlagen habe. Dann sei er in die Küche gerannt, habe ein Messer geholt und zugestochen, hatte die Sprecherin berichtet.
Ein zweiter Angeklagter, ein 40-jähriger Litauer, wurde freigesprochen. Die Anklage hatte ihm vorgeworfen, das Opfer festgehalten zu haben. Das hatte der 41-Jährige nicht bestätigt und ihn somit entlastet. Auch hier stützte sich das Gericht der Sprecherin zufolge auf die Aussage des Angeklagten.
Nach Angaben des 41-Jährigen waren alle Beteiligten am 8. Mai mit einem Sammeltransport aus Niedersachsen nach Wittenberge (Prignitz) gekommen. In der Nacht zum 9. Mai sei es in der Unterkunft zu dem tödlichen Streit gekommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. Februar 2021 15:00 Uhr

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