Konzern will am BASF-Standort Schwarzheide investieren

Konzern will am BASF-Standort Schwarzheide investieren

Der französische Konzern Air Liquide will 40 Millionen Euro am BASF-Standort Schwarzheide in der Lausitz investieren. Das teilten beide Unternehmen am Freitag mit. Für die geplante Batteriekathodenfertigung des Chemiekonzerns plant Air Liquide demnach bis zum Jahr 2023 den Bau einer neuen Anlage zur Luftzerlegung. Die Anlage wird den Angaben zufolge der zweite große Produktionsstandort von Air Liquide für Luftgase in Ostdeutschland sein. Über die Lieferung von Sauerstoff und Stickstoff in Schwarzheide haben Air Liquide und BASF einen neuen langfristigen Vertrag unterzeichnet.

Eine Zapfsäule mit der Aufschrift "H2.Live"

© dpa

Eine Zapfsäule mit der Aufschrift "H2.Live" steht an einer Wasserstofftankstelle.

Air Liquide ist bereits seit 1995 am Standort Schwarzheide tätig und betreibt dort eine Anlage zur Stickstoffproduktion. Die neue Luftzerlegungsanlage wird Sauerstoff und Stickstoff für BASF produzieren und außerdem CO2-freie Druckluft bereitstellen.
Air Liquide betreibt 23 Werke in Deutschland. Mit der neuen Anlage werde die Versorgung von Kunden in Deutschland und Polen mit Industriegasen gestärkt, hieß es vom französischen Konzern. Zwei Produktionsstandorte in Ostdeutschland und sechs in Polen ermöglichten eine Optimierung der Lkw-Routen in der Region und eine Reduzierung der gefahrenen Kilometer pro Tonne gelieferten Gases, was im Einklang mit den Klimazielen der Air Liquide Gruppe stehe.
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Das Beispiel Air Liquide zeige beispielhaft, wie verschiedene Branchenfelder sich vorteilhaft ergänzten, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). «Die BASF braucht Sauerstoff und Stickstoff für ihre Fertigung von Batteriematerial. Und Air Liquide schreibt als Partner der BASF die Geschichte der Mobilitätswende mit.»
Ab 2022 soll die neue Produktionsanlage von BASF Kathodenmaterialien für 400 000 Elektrofahrzeuge pro Jahr fertigen. Der Fokus soll dabei auf einer nachhaltigen Produktion durch die Integration von erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Batterierecycling liegen. Das Vorhaben ist Bestandteil der europäischen Batterieallianz. Bund und Land stellten dafür 165 Millionen Euro bereit. Die Bauarbeiten für die BASF-Anlage laufen bereits seit August. 150 neue Arbeitsplätze sollen nach Unternehmensangaben am Standort entstehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. Februar 2021 16:57 Uhr

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