Beratung am Bildschirm: Boom bei Videosprechstunden

Beratung am Bildschirm: Boom bei Videosprechstunden

Ärzte in Brandenburg haben Patienten während des Corona-Jahres 2020 häufig über den Bildschirm beraten, statt in ihrer Praxis. 36.259 Videosprechstunden rechneten Arztpraxen im Land ab, wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVB) mitteilte. Im Jahr zuvor gab es demnach keine einzige Abrechnung. Allein im vierten Quartal wurden 8676 Videosprechstunden abgerechnet.

Videosprechstunde

© dpa

Ein Hausarzt sitzt während einer Videosprechstunde in seiner Praxis vor einem Laptop.

620 Praxen erfüllten 2020 die Voraussetzungen für die Videosprechstunden. 2019 waren es zwei Praxen. Um die Sprechstunde über den Bildschirm anzubieten, müssen Praxen unter anderem nachweisen, dass sie einen zertifizierten Videodienstanbieter nutzen. Wichtig ist nach Angaben der KVB vor allem ein sicherer Datenschutz.
Seit 2017 dürfen Ärzte Videosprechstunden abrechnen. Für Psychotherapeuten gilt das seit 2019. Neben einer Gesprächspauschale bekommen sie weitere Zuschläge. Seit März 2020 dürfen Videosprechstunden unbegrenzt abgerechnet werden, zuvor war dies auf 50 Stunden pro Quartal begrenzt.
Nach Angaben der KVB ist die unbegrenzte Abrechnung wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. März verlängert worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 15. Januar 2021 06:28 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg