Land hilft Gedenkstätten bei Digitalisierung

Land hilft Gedenkstätten bei Digitalisierung

Das Land Brandenburg unterstützt die Gedenkstätten bei der Entwicklung ihrer Digitalisierungsprojekte. Für die Anschaffung spezieller Software erhält die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten 125 000 Euro, wie das Kulturministerium am Sonntag mitteilte. Digitalisierung sei eine Chance, Erinnerungen an die Verbrechen zwischen 1933 und 1945 für nachfolgende Generationen zu bewahren und vielen Menschen zugänglich zu machen, erklärte Kulturministerin Manja Schüle. Zudem könnten so zeitgemäße Wege der Vermittlung entwickelt werden.

Land hilft Gedenkstätten bei Digitalisierung

© dpa

«Arbeit macht frei» steht am Eingangstor des ehemaligen Konzentrationslagers in der Gedenkstätte Sachsenhausen.

An die Verbrechen, die von «deutschem Boden ausgingen», erinnerten eindrücklich die Überlebenden, betonte Schüle. «Aber diese sehr berührenden und authentischen Zeugnisse werden eines Tages verstummen.» Deswegen würden alternative Zugänge benötigt zu dem, was vor mehr als 75 Jahren in Deutschland und Europa passiert sei.
Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten betreut mit ihren mehr als 100 Mitarbeitern die Gedenkstätten in den früheren Konzentrationslagern Sachsenhausen und Ravensbrück, die Gedenkstätten für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel, im ehemaligen Zuchthaus Brandenburg-Görden sowie die Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald als Außenstelle von Sachsenhausen.
Das Land Brandenburg fördert die Arbeit der Stiftung in diesem Jahr mit rund 4 Millionen Euro, weitere rund 200 000 Euro an Landesmitteln stehen für die Stiftung Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße Potsdam bereit. Der Gebäudekomplex war von 1945 bis 1991 zentrales Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Militärspionageabwehr.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 3. Januar 2021 12:05 Uhr

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