Herntier: Wollen nicht Verlierer des Strukturwandels sein

Herntier: Wollen nicht Verlierer des Strukturwandels sein

Die Sprecherin der Lausitzrunde, Christine Herntier, hat an die Politik appelliert, die betroffenen Kommunen beim Strukturwandel-Prozess mehr mit einzubeziehen. Die Kommunen arbeiteten bereits mit Hochdruck an den Projekten, die einen erfolgreichen Strukturwandel ermöglichen sollen. Sie wüssten genau, was gebraucht werde, sagte die 63-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Herntier (parteilos) ist seit 2014 Bürgermeisterin von Spremberg (Landkreis Spree-Neiße). Als Sprecherin der Lausitzrunde war sie für betroffene Kommunen in der Kohlekommission - und so auch an den Beschlüssen beteiligt. Die Lausitzrunde ist ein kommunales Bündnis von Lausitzer Bürgermeistern und Gemeindevertretern.

Der Kohleausstieg für mehr Klimaschutz bis spätestens 2038 ist beschlossene Sache - in den Ländern sollen deswegen neue, zukunftsfähige Jobs geschaffen und Regionen attraktiver gemacht werden. Der Bund will bis zu 40 Milliarden Euro in die Braunkohle-Regionen stecken.
In den nächsten 18 Jahren werden nach der Förderrichtlinie des Landes insgesamt 3,6 Milliarden Euro Bundesmittel in den Brandenburger Teil der Lausitz fließen - das sind den Angaben zufolge 230 Millionen Euro pro Jahr. Bei künftigen Projekten will sich Brandenburg eng mit Sachsen abstimmen.
«Der Wandel kann nur gelingen, wenn die betroffenen Kommunen etwas davon haben. Nur wenn Akzeptanz erreicht wird, werden sich die Menschen auf die große Herausforderung einlassen», sagte Herntier. «Wir wollen nicht die Verlierer des Strukturwandels sein, sondern wir wollen mitgenommen werden und mitbestimmen».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 31. Dezember 2020 09:35 Uhr

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