Diakonie Mitteldeutschland: Rekord-Spenden-Ergebnis

Diakonie Mitteldeutschland: Rekord-Spenden-Ergebnis

Bei der Diakonie Mitteldeutschland zeichnet sich für 2020 nach Angaben der Organisation ein Rekord-Spenden-Ergebnis ab.

Christoph Stolte

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Christoph Stolte, Chef der Diakonie Mitteldeutschland. Foto: Arno Burgi/Archiv

«Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass bis Ende des Jahres mehr als 1,7 Millionen Euro eingegangen sein werden», teilte die Diakonie am Mittwoch (30. Dezember 2020) in Halle mit. Das wären den Angaben zufolge die höchsten Einnahmen seit dem Hochwasser-Jahr 2013. «Diese Spendenbereitschaft ist nicht ungewöhnlich», erklärte Oberkirchenrat Christoph Stolte, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland. «Große Krisen lösen oft beides aus: Egoismus und Selbstbezogenheit einerseits, überwältigende Hilfsbereitschaft und Solidarität auf der anderen Seite. In der Corona-Pandemie erleben wir genau dieses Muster.»
Außerdem werde vielen Menschen bewusst, wie gut es ihnen eigentlich gehe. Einige würden sich schon dadurch privilegiert sehen, dass ihr Einkommen Monat für Monat trotz Corona ungekürzt weiterläuft. Das würden Spender in Telefonaten und E-Mails angeben. «Diese Menschen wollen von ihrem Wohlstand abgeben - sowohl für Notlagen in der unmittelbaren Nachbarschaft als auch für soziale Projekte in den Ländern des Südens.» Die Diakonie Mitteldeutschland ist die Wohlfahrtsorganisation der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Sie umfasst nach eigenen Angaben damit weitgehend die Bundesländer Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie Teile Brandenburgs und Sachsens.
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| Aktualisierung: Mittwoch, 30. Dezember 2020 15:40 Uhr

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