Nonnemacher: Atteste zur Masken-Befreiung werden überprüft

Nonnemacher: Atteste zur Masken-Befreiung werden überprüft

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat angekündigt, dass Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht im Zweifelsfall genau überprüft würden. In der Eindämmungsverordnung sei festgelegt, dass auf den Attesten neben dem Namen und dem Geburtsdatum auch Angaben zur Diagnose und den daraus folgenden Konsequenzen für das Tragen einer Maske enthalten sein müssten, sagte Nonnemacher am Donnerstag in der Fragestunde des Landtags. Es habe auch schon in Stadtparlamenten und Kreistagen Fälle gegeben, in denen Abgeordnete keine Maske tragen wollten und sich auf Atteste berufen hätten. Dies müsse vor Ort durch ein Attest im Original nachgewiesen werden, sagte Nonnemacher.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne)

© dpa

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).

Die Ministerin nannte in diesem Zusammenhang den AfD-Landtagsabgeordneten Lars Schieske. Dieser habe sich als Berufsfeuerwehrmann, der eine Atemschutz-Tauglichkeit haben müsse, gegenüber der Polizei auf ein Attest zur Befreiung von der Masken-Tragepflicht berufen. Weitere Fälle seien ihr aus kommunalen Vertretungen bekannt. Auch in diesen Fällen würden die Atteste von Behörden überprüft.
Wenn sich dabei ein Verdacht auf eine Fälschung oder eine mangelnde Begründung ergebe, würden diese Atteste an die Landesärztekammer weitergeleitet, erklärte Nonnemacher. Dort könnten dann berufsrechtliche Konsequenzen gegen Ärzte eingeleitet werden, wie dies in anderen Bundesländern bereits geschehen sei. In Baden-Württemberg hätten Staatsanwaltschaften Ermittlungen gegen zwei Ärzte eingeleitet, die grundlos Atteste ausgestellt haben sollen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. Dezember 2020 13:07 Uhr

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