Kleindienst: In vier Monaten mehr Trainer als je zuvor

Kleindienst: In vier Monaten mehr Trainer als je zuvor

Für den Jüterboger Fußballprofi Tim Kleindienst entwickelt sich der Traum vom Ausland zum Alptraum. Der vor der neuen Spielzeit vom Zweitligisten FC Heidenheim zum belgischen Spitzenklub KAA Gent gewechselte Stürmer hat einen äußerst schlechten Saisoneinstand mit vielen Kapriolen hinnehmen müssen. «Ich hatte hier in Gent in vier Monaten mehr Trainer als in meiner ganzen Profikarriere zuvor», sagte Kleindienst der «Märkischen Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag) vor der Europa-League-Begegnung beim Bundesligisten TSG Hoffenheim (21.00 Uhr/DAZN).

Jüterboger Fußballprofi Kleindienst

© Martin Meissner/AP POOL/AP/Archivbild

Tim Kleindienst, im Trikot des FC Heidenheims, köpft den Ball.

Während der 25 Jahre alte Angreifer bei seinen Vereinen Energie Cottbus, SC Freiburg und Heidenheim lediglich einen Trainerwechsel mitbekam, so ist der in der vergangenen Wochen inthronisierte Hein Vanhaezebrouck bereits der vierte Leiter seit Saisonbeginn. Und mit dem vierten Coach hat der Weg vom Sturmzentrum auf die Tribüne seinen vorläufigen negativen Höhepunkt erreicht. «Klar war das negativ, wenn dich der neue Coach gleich aus dem Kader raushaut. Schlechter als gerade kann es nicht laufen», sagte Kleindienst, der aber betont, den Wechsel nicht bereut zu haben: «Ich würde mich jedes Mal wieder so entscheiden.»
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Kleindienst zählt die internationalen Erfahrungen in der Qualifikation zur Champions League zu den positiven Höhepunkten, auch wenn Gent in der dritten Runde an Dynamo Kiew trotz eines Treffers von Kleindienst gescheitert war. «Das war auf jeden Fall was ganz Besonderes», meinte Kleindienst, «jeder Spieler will dort mal sein.»
Allerdings hätte eine mögliche gewonnene Relegation mit Heidenheim im Sommer gegen Werder Bremen einen Wechsel wohl verhindert. «Ja, dann wäre ich wahrscheinlich schon geblieben, die Bundesliga ist ja eine der besten Ligen der Welt», sagte Kleindienst, der in den beiden Spielen gegen den damaligen Bundesliga-16. (0:0, 2:2) die Heidenheimer Tore erzielt hatte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 10. Dezember 2020 11:26 Uhr

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