SPD-Fraktionschef für schärfere Corona-Regeln in Hotspots

SPD-Fraktionschef für schärfere Corona-Regeln in Hotspots

Brandenburgs SPD-Landtagsfraktionschef Erik Stohn dringt auf schärfere Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus in Regionen mit hohen Ansteckungszahlen. Er sagte am Dienstag in Potsdam, er sei dafür, dass die jetzigen Regeln fortgeführt werden und sich alle mit Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen daran halten. «Und da, wo sie wirklich hochschnellen über bestimmte Inzidenzgrenzen, müssen wir nochmal verschärfte Maßnahmen ergreifen.» Stohn nannte ein Beispiel: «Da kann es halt nicht sein, dass da noch Glühweinstände in Cottbus offen sind. Da müssen wir auch eine Zeit lang auf geliebte Wochenmärkte erstmal verzichten.»

Erik Stohn

© dpa

Erik Stohn, SPD-Fraktionsvorsitzender in Brandenburg.

Mit Inzidenz ist die Entwicklung der Zahl neuer Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche gemeint. Ab einem Wert von 200 gilt eine Region als Hotspot - in Brandenburg sind das nach Angaben des Gesundheitsministeriums derzeit die Kreise Oberspreewald-Lausitz mit 450,8, Spree-Neiße mit 285,8, Elbe-Elster mit 261,2, Oder-Spree mit 213, und die Stadt Cottbus mit 232,7. Bei Werten über 200 können die Kommunen schärfere Maßnahmen anordnen wie bereits in den Kreisen Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße geschehen.
Der SPD-Fraktionschef schlug dem Kabinett vor, Einschränkungen für Demonstrationen bei einem hohen Sieben-Tage-Wert zu ermöglichen - wenn vorher absehbar sei, dass sich Demonstranten nicht an Vorgaben wie Maske und Abstand halten werden. Damit bekräftigte Stohn seine Kritik an Demos der Gegner von Corona-Maßnahmen, bei denen zum Teil viele Teilnehmer keine Maske tragen oder zu wenig Mindestabstand zum Nächsten halten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. Dezember 2020 13:33 Uhr

Weitere Meldungen