Verurteilungen: Fast die Hälfte Wiederholungstäter

Verurteilungen: Fast die Hälfte Wiederholungstäter

Fast die Hälfte der in Brandenburg 2019 verurteilten Menschen war vorbestraft. 48,6 Prozent von ihnen waren zuvor bereits verurteilt worden, rund ein Drittel (28,4 Prozent) sogar bereits bis zu vier Mal, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Dienstag mitteilte. Mit 17 734 Verurteilten blieb die Zahl in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (Rückgang um 1,0 Prozent). Nur die wenigsten der erwachsenen Straftäter mussten ins Gefängnis. 87,7 Prozent erhielten demnach eine Geldstrafe.

Haftbefehl

© dpa

Eine Abschrift eines Haftbefehls liegt mit einem Strafrecht - Buch auf dem Tisch.

4,3 Prozent der Verurteilten wurden den Angaben zufolge nach Jugendstrafrecht verurteilt. Das heißt, sie waren bei Begehung der Tat 14 bis 17 Jahre oder auch bis zu 21 Jahren alt, wenn ein Gericht auf sie noch das Jugendstrafrecht anwendete. Weniger als ein Fünftel der insgesamt 2019 Verurteilten waren Frauen.
Die meisten wurden wegen Straftaten im Straßenverkehr verurteilt (28,5 Prozent). Diebstahl und Unterschlagung machten rund 14 Prozent aus und andere Urkunden-, Vermögens- und Eigentumsdelikte wie Betrug und Hehlerei lagen bei 23 Prozent.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. Dezember 2020 12:49 Uhr

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