Wirtschaftsförderung Brandenburg setzt auf Biden

Wirtschaftsförderung Brandenburg setzt auf Biden

Der Wechsel zu US-Präsident Joe Biden kann den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Brandenburg und den USA nach Ansicht der Wirtschaftsfördergesellschaft WFBB neue Impulse bringen. «Die Vereinigten Staaten sind wichtigstes Herkunftsland internationaler Investoren in Brandenburg und ein zentraler Handelspartner für brandenburgische Unternehmen», sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), Steffen Kammradt, in Potsdam. Gute Wirtschaftsbeziehungen zu den USA seien wichtig für den Standort. «Wirtschaft entwickelt sich immer dann am besten, wenn Verlässlichkeit bei den Rahmenbedingungen besteht. Die Klarheit nach der Präsidentenwahl trägt erheblich dazu bei.»

Steffen Kammradt, Geschäftsführer der WFBB

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Steffen Kammradt, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg.

Die Stimmen der Wähler in den Bundesstaaten entscheiden über die Zusammensetzung des Wahlkollegiums, das den US-Präsidenten am 14. Dezember wählt. Für einen Sieg ist die Mehrheit der 538 Wahlleute nötig. Biden kann auf 306 Wahlleute zählen. Der noch amtierende Präsident Donald Trump weigert sich bisher, seine Niederlage bei der Präsidentenwahl vom 3. November anzuerkennen.
Die USA stehen mit 49 Investitionen in Brandenburg an der Spitze internationaler Investoren im Land, wie die Wirtschaftsförderung berichtet. Dazu zählen Unternehmen wie eBay in Kleinmachnow, Glatfelter in Pritzwalk, Goodyear in Fürstenwalde, Coca Cola in Ludwigsfelde oder Thermo Fisher in Hennigsdorf.
Der US-Elektroautohersteller Tesla baut seine erste europäische Fabrik in Grünheide bei Berlin, bisher mit vorläufigen Zulassungen. «US-Unternehmen haben in Brandenburg rund 10 000 Arbeitsplätze geschaffen. Mit Tesla kann sich diese Zahl in Zukunft mehr als verdoppeln», sagte Kammradt.
In den USA betrieben 31 Brandenburger Unternehmen Niederlassungen oder Handelsvertretungen. «Wir hoffen, dass sich diese Geschäfte in einem Verständnis von partnerschaftlicher transatlantischer Kooperation gut weiterentwickeln.»
Innerhalb der vergangenen 20 Jahre waren die USA nach Angaben der Wirtschaftsförderung neun Mal Brandenburgs Exportland Nummer eins. Mit knapp 1,3 Milliarden Euro waren sie im Jahr 2019 das zweitwichtigste Ausfuhrland für Brandenburg hinter Polen und vor Frankreich, wie aus Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 5. Dezember 2020 10:00 Uhr

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