Rund 3300 Anträge für Novemberhilfen: Auszahlung bis 2021

Rund 3300 Anträge für Novemberhilfen: Auszahlung bis 2021

Für die Novemberhilfen für Unternehmen zur Abfederung der Folgen von Corona-Schließungen sind in Brandenburg bisher 3300 Anträge gestellt worden. Mehr als 2500 Unternehmen und Soloselbstständige hätten bislang eine Unterstützung erhalten, teilte die Investitionsbank Brandenburg (ILB) am Freitag in Potsdam mit. Dazu zählten 1581 Unternehmen, die einen Abschlag für die Hilfen von bis zu 10 000 Euro erhalten hätten, sowie 985 Soloselbstständige, die eine Unterstützung bis zu 5000 Euro bekommen können.

Die Auszahlung wird sich voraussichtlich hinziehen: Ab 10. Januar übertrage der Bund die Auszahlung der Hilfen auf die Länder, erklärte die ILB. Erst danach könnten nach der Prüfung von Anträgen die Novemberhilfen weiter ausgezahlt werden. Die Höhe der beantragten Förderung liege derzeit bei über 35 Millionen Euro, sagte ILB-Vorstandschef Tillman Stenger. «Ich gehe davon aus, dass sich diese Zahl jetzt nach Verlängerung der coronabedingten Maßnahmen weiter erhöhen wird.»
Die Novemberhilfen sind Zuschüsse für Firmen zum Beispiel in der Gastronomie, die wegen behördlicher Anordnungen in der Corona-Krise zumachen mussten. Dabei gibt es Abschlagszahlungen, das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne tiefergehende Prüfung. Soloselbstständige erhalten bisher eine Abschlagszahlung von bis zu 5000 Euro, andere Unternehmen bis zu 10 000 Euro. Das Programm sieht vor, dass für die meiste Zahl der Firmen Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden sollen. Ähnliche Hilfen soll es im Dezember geben.
Nach breiter Kritik hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) eine Prüfung angekündigt, ob die Abschlagszahlungen in bestimmten Fällen erhöht werden könnten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Dezember 2020 15:16 Uhr

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