Vierter Vogelgrippe-Fall in Brandenburg

Vierter Vogelgrippe-Fall in Brandenburg

In Brandenburg ist der mittlerweile vierte Fall von Vogelgrippe aufgetreten. Wie das Verbraucherschutzministerium am Freitag via Twitter mitteilte, wurde im Landkreis Havelland eine Graugans positiv auf H5N8 getestet. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat den weiteren Fall von Geflügelpest dem Ministerium zufolge bestätigt. Umliegende Geflügelhalter wurden aufgefordert, den Tierbestand zu beobachten und Auffälligkeiten zu melden. Zuvor waren bereits im November zwei Fälle von Vogelgrippe im Kreis Prignitz und ein Fall im Landkreis Ostprignitz-Ruppin registriert worden.

Die Geflügelpest tritt seit Ende Oktober verstärkt in Deutschland auf. Fälle gab es auch in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Bayern. Ein Fall der Tierseuche wurde auch in Berlin bestätigt.
Hobbyhalter sollen laut Ministerium Ställe gegen unbefugten Zutritt sichern und fremden Personen das Betreten nur mit betriebseigener Schutz- oder Einwegkleidung erlauben. Zudem sollte es Möglichkeiten zum Händewaschen und zur Desinfektion von Schuhen geben. Alle Geflügelhalter seien aufgefordert, die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Auch Kontakt zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel sollte vermieden werden.
Der Geflügelwirtschaftsverband Brandenburg hatte schon nach den ersten Fällen zur Wachsamkeit gemahnt und geraten, lieber einmal mehr die Kleidung und Schuhwerk zu wechseln und im Freien stehendes Wasser und Futter wegzuräumen. «Bei uns ist seit dem ersten Fall Alarmstufe rot», sagte Geschäftsführerin Katharina Standke der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Jedem Halter sei bewusst, dass das Virus in der Luft sei. Sie empfahl, Desinfektionswannen aufzustellen, die die Halter durchlaufen sollten.
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Teile Brandenburgs liegen laut Verbraucherschutzministerium mittlerweile im Beobachtungsgebiet, nachdem im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern) nahe der Grenze zu Brandenburg in einem Legehennen-Betrieb der Geflügelpest-Erreger H5N8 nachgewiesen wurde. Dazu gehört der Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Teilen dazu. Für Geflügelhalter dort gilt eine Stallpflicht für das gesamte Geflügel. Bislang gebe es keine Geflügelpestfälle beim Nutzgeflügel, sagte Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer. «Dennoch rufe ich zu höchster Wachsamkeit auf.» Die Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Erregers sei hoch.
Infektionen bei Menschen mit dem Erreger sind nach Ministeriumsangaben bisher nicht bekannt. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel sind laut einer Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung unwahrscheinlich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Dezember 2020 14:52 Uhr

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