Verbände und Ministerium streiten über neues Jagdgesetz

Verbände und Ministerium streiten über neues Jagdgesetz

Zwischen den im Forum Natur zusammengeschlossenen Verbänden der Landnutzer und dem Brandenburger Forstministerium ist ein Streit um die geplante Neufassung des Jagdgesetzes entstanden. Ein wichtiges Ziel der Gesetzesnovelle soll eine deutliche Reduzierung der Wildbestände sein, um die Verjüngung und den Umbau von Kiefern- zu Mischwäldern zu ermöglichen. Das Forum Natur legte dazu am Donnerstag eigene Vorschläge vor: Danach soll es künftig die Möglichkeit geben, durch Gemeinschaften von Forstbetrieben neue Jagdbezirke zu bilden. Auch soll die Erstellung von Abschussplänen unbürokratischer geregelt und den Jägern ihr Handwerk etwa beim Einsatz von Jagdhunden erleichtert werden.

Ein Rehbock und ein Reh stehen auf einem Getreidefeld

© dpa

Ein Rehbock und ein Reh stehen auf einem abgeernteten Getreidefeld.

Forstminister Axel Vogel (Grüne) erklärte, die Vorschläge der Landnutzer gingen nicht weit genug. Die Jagdbehörden müssten auf Grundlage der von Rehen, Hirschen und Wildschweinen verursachten Schäden in den Wäldern Abschussquoten verbindlich festlegen und kontrollieren können. Ein Problem sei auch, «dass bislang 99 Prozent der Waldbesitzer keine Möglichkeiten haben, auf ihren eigenen Flächen zu jagen - und damit die Zahl der Rehe und Hirsche so anzupassen, dass sich ihr Wald von alleine verjüngen kann», erklärte Vogel. «Mir ist wichtig, das unmittelbare Jagdausübungsrecht beim Eigentümer zu stärken», betonte der Minister.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 27. November 2020 14:34 Uhr

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